10 Jahre Equal Pay Day: Podiumsdiskussion Ursachen, Hintergründe und Lösungsstrategien, um die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern zu schließen

equal pay day 2016 – Fahnenaktion an der Berliner Siegessäule „Berufe mit Zukunft“ – Unter dem Motto: „Was ist meine Arbeit wert?“, BPW Germany

Frauen verdienen laut Statistischem Bundesamt in Deutschland rund 21 Prozent weniger als Männer. Der Equal Pay Day (www.equalpayday.de), markiert symbolisch diesen geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied. Daraus ergeben sich 77 Tage, die Frauen zum Jahresanfang umsonst arbeiten müssen. In diesem Jahr findet der Equal Pay Day am 18. März 2017 statt.

Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women (BPW) schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff BPW Germany auf und startete 2008 die Initiative Rote Tasche, die den Grundstein für die bundesweite Einführung des Equal Pay Day (EPD) legte. BPW ist eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbstständige Frauen. BPW Germany ist Teil des BPW International, der in rund 100 Ländern vertreten ist und Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat genießt. Inzwischen findet der Equal Pay Day in über 20 europäischen Ländern statt.

2009 formierte sich auf Initiative des BPW Germany ein nationales Aktionsbündnis bestehend aus der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Deutschen Frauenrat (DF) und dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU, Partner des Bundesverband Initiative 50Plus). Von Jahr zu Jahr wächst die Zahl der Aktivistinnen und Aktivisten: Beim Equal Pay Day 2016 wurden rund 1.000 Aktionen in Deutschland gemeldet, die eine hohe mediale und politische Aufmerksamkeit bekamen. Für die Einführung des Equal Pay Day in Deutschland erhielten die Initiatorinnen 2009 den Innovationspreis „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“.

Am 18. März 2017 ist Equal Pay Day . Aus diesem Anlass veranstalten das Aktionsbündnis Equal Pay Day Frankfurt, initiiert durch den BPW Club Frankfurt am Main – einem Partner des Bundesverband Initiative 50Plus – und das Frauenreferat der Stadt Frankfurt, gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration eine Podiumsdiskussion. Geleitet wird sie von der hr1-Moderatorin Marion Kuchenny.

Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Gewerkschaft werden Ursachen und Hintergründe der ungleichen Bezahlung von Frauen und
Männern aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Lösungsansätze diskutieren. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, übernommen. Außerdem werden die Frankfurter Frauendezernentin Rosemarie Heilig sowie die Gastgeberin und Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff, die Teilnehmenden begrüßen.

Die Podiumsdiskussion findet statt

Flankierend wird es zwei weitere Aktionen geben, um das Thema „Lohnungleichheit“ in den Blickpunkt zu rücken:

  1. am 16. März von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr findet eine Straßenaktion mit Informationsstand an der Katharinenkirche/Hauptwache statt.
  2. Am 18. März werden Einzelhändler in Frankfurt und im Umland, die sich an einer „Rabattaktion“ beteiligen, ihren Kundinnen einen Preisnachlass von bis zu 21 Prozent auf einzelne Produkte oder Dienstleistungen einräumen.

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