Altersvorsorge: Alternativen gesucht – Finanzen 50Plus

Viele Anleger fürchten sich davor, dass ihnen im Alter das Geld ausgeht oder sie sich deutlich einschränken müssen. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld, in dem sogar negative Verzinsungen immer mehr Einzug halten, erfordert in der Tat eine sorgfältige Überprüfung der Ruhestandsplanung. Festgeldanlagen oder Anleihen, welche in der Vergangenheit eine verlässliche Basis für die „herkömmliche Sicherheitsvariante“ bei der Altersvorsorge gebildet haben, werfen in aller Regel nicht mehr die gewünschten laufenden Erträge ab. Umdenken ist gefragt.

Vorsorge mit strategischem Weitblick

Vorsorgen mit strategischem Weitblick

Wichtige Fragen, die es vorab zu klären gilt: Verfolgen Sie eine disziplinierte, optimierte und auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Strategie für Ihre Altersvorsorge? Verwalten Sie Ihre Geldanlagen selbst oder vertrauen Sie auf die Beratung Ihrer Bank? Berücksichtigen Sie dabei die Inflation und Ihre voraussichtliche Lebenserwartung? Die Beantwortung dieser Fragen hilft bei der Festlegung der optimalen Strategie und verschafft Ihnen einen Überblick über Chancen und vor allem Risiken. Denn viele Menschen arbeiten ihr Leben lang, um ein ausreichendes Vermögen für einen komfortablen Ruhestand anzusparen – und nicht selten am Ende die schmerzhafte Erfahrung machen, dass diese Mittel nicht ausreichend sind.

Vorge_Der Faktor Zeit

Der Faktor Zeit

Das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) hat ermittelt, dass in der deutschen Bevölkerung bei einem aktuellen Lebensalter von 65 Jahren die Lebenserwartung 82 Jahre (Männer) bzw. 86 Jahre (Frauen) beträgt. Der ständige medizinische Fortschritt bewirkt dabei eine steigende Tendenz. Dementsprechend ist der Anlagehorizont ab dem Alter des Renteneintritts nicht zu unterschätzen. Zu beachten ist auch, dass diese Werte die durchschnittliche Lebenserwartung lediglich annähern. Die eigene Planung nach dem Durchschnitt auszurichten ist nicht empfehlenswert, denn die Lebenserwartung etwa jedes Zweiten liegt über diesem Durchschnitt. Faktoren wie die derzeitige gesundheitliche Situation und erbliche Veranlagung sind weitere Ursachen für eine breite Streuung der Werte.

Der Faktor Entnahmen

Bei der Festlegung Ihres Anlagehorizonts ist es wichtig, den Einfluss von Entnahmen auf Ihr Portfolio zu berücksichtigen. Es geht hierbei um realistische Vorstellungen davon, welchen Geldbetrag Sie jährlich in Ihrem Ruhestand gefahrlos entnehmen können. Bei ambitionierten Entnahmeplänen, die nur mit dem Einsatz von Aktien – der langfristig ertragsstärksten Anlageklasse – abbildbar sind, ist die Volatilität ein entscheidender Faktor. Selbst wenn die historischen Durchschnittsrenditen der Aktienmärkte ausreichend erscheinen, den Entnahmeplan zu erfüllen, sind die Abweichungen zwischen einzelnen Jahren beachtlich. Fehlkalkulierte Entnahmen in einer Abwärtsphase verringern substanziell die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihren Kapitalstock aufrechterhalten können. Wenn Ihr Portfolio zum Beispiel 20 Prozent tiefer steht und Sie – zu diesem ungünstigen Zeitpunkt – davon zehn Prozent entnehmen, müssen Sie im Folgejahr 39 Prozent aufholen, um wieder zum ursprünglichen Wert zu gelangen.

Der Faktor Inflation

In der aktuellen Marktphase ist die EZB bemüht, deflationäre Tendenzen mit allen Mitteln zu bekämpfen – das Thema Inflation ist dementsprechend in den Hintergrund gerückt. Im langfristigen Bild stellt die Teuerungsrate allerdings einen weiteren wichtigen Faktor dar, den es zu beachten gilt. Der historische Durchschnitt bewegt sich weiterhin deutlich oberhalb von zwei Prozent. Eine Million Euro, die man heute unter sein Kopfkissen legt, sind in 30 Jahren nur noch rund 500.000 Euro wert – in heutigen Euro gerechnet.

Der Faktor Zielsetzung

Anlagehorizont, Entnahmepläne und Inflation sind wesentliche Faktoren, die Sie bei Ihrer Altersvorsorge berücksichtigen müssen. Ebenso essentiell ist es, ein primäres Anlageziel für Ihr Portfolio festzulegen. Eine präzise Vorgehensweise, um die Anlageziele Ihres Portfolios festzulegen, ist die Definition eines Ziels für den Endwert: Den Betrag, den Sie am Ende des Zeithorizonts Ihres Portfolios zur Verfügung haben wollen. Mögliche Anlageziele für den Endwert sind:

  • Endwertmaximierung
    • Sie wollen den Wert Ihres Portfolios über den gesamten Anlagehorizont so weit wie möglich steigern.
  • Realer Werterhalt
    • Ihr Ziel ist es, die reale Kaufkraft Ihres Portfolios aufrecht zu erhalten.
  • Werteverzehr
    • Sie wollen den Wert Ihres Portfolios vollständig aufbrauchen.
  • Sie steuern einen bestimmten Endwert an
    • Ihr Ziel ist es, einen ganz bestimmten Wert zu erreichen, den Sie dann beispielsweise spenden oder vererben wollen.

Vorsorge_Neue Wege

Neue Wege

Die Höhe der geplanten Entnahmen in Verbindung mit Ihrem primären Anlageziel erfordern gewisse Kompromisse, die Sie eingehen müssen, um das Risiko zu minimieren. Möglicherweise müssen Sie verstärkt in Anlagen mit höheren Renditen investieren – und die damit zusammenhängende höhere Schwankungsbreite akzeptieren. Aktien verfügen zwar über eine langfristig überlegene Rendite, aber eben auch über eine erhöhte Volatilität – und werden deshalb im Bereich der Altersvorsorge gerade von deutschen Anlegern sehr stiefmütterlich behandelt. Dabei ist in der aktuellen Niedrigzinsphase die relative Attraktivität der Aktienanlage nicht mehr von der Hand zu weisen. Genau hier muss der Umdenkprozess in Gang gesetzt werden: Aktien nicht als kurzfristige und gefährliche Spekulation, sondern als essentiellen Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau anzusehen. Andere Nationen machen es vor: Der staatliche Pensionsfonds in Norwegen investiert seit den 90er Jahren die Erträge aus dem Ölgeschäft, um für die Zukunft vorzusorgen – mittlerweile über 700 Milliarden schwer und mit einer Aktienquote von rund 60 Prozent ausgestattet. Unternehmensbeteiligungen als Basis für die Altersvorsorge: Ein Vertrauensbeweis für die Wirtschaftskraft des eigenen Landes.
Welche Aktienquote ist für Ihre eigene Altersvorsorge passend? Prüfen Sie sorgfältig die oben genannten Faktoren, die für Ihre individuelle Situation entscheidend sind. Und vermeiden Sie gravierende Anlagefehler, die Ihren sorgenfreien Ruhestand gefährden. Der kategorische Ausschluss gewisser Anlageklassen aufgrund ungerechtfertigter Befürchtungen gehört auch dazu.

Grüner Fisher Investments GmbH

Grüner Fisher Investment

Die Grüner Fisher Investments GmbH ist eine wachstumsstarke unabhängige Vermögensverwaltung. Das Unternehmen wurde 1999 von Thomas Grüner gegründet. Seit der amerikanische Milliardär Ken Fisher, dessen Vermögensverwaltung in den USA zur Zeit mehr als 65 Mrd. US-Dollar managt, Mitte 2007 eine Beteiligung an dem Unternehmen erworben hat, lautet der Firmenname Grüner Fisher Investments GmbH.

Weiterführende Informationen rund um das Thema Vermögensverwaltung und Altersvorsorge können unter
https://www.gruener-fisher.de/info-anfrage.html  angefordert werden.

Grüner Fisher hat vom Bundesverband Initiative 50Plus eine Verbraucherempfehlung erhalten.

 

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