Auto-Test 50Plus: New Beetle Cabrio – der Spassmacher

1976 – der erste eigene Wagen. Und natürlich war es ein Käfer, Baujahr 1968, gut erhalten. Ein Auto so unkompliziert – und aus heutiger Sicht – so unkomfortabel. Aber: es war eben das erste eigene Auto. Grenzen setzte von da an nur der eigene Geldbeutel an der Tankstelle. Später, Mitte der 90iger Jahre im Urlaub in Burgund folgten Erfahrungen mit Käfer-Cabrio-Fahrten durch die Weinberge der Cote d’Or. Schöne Erinnerungen…

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Den Nachfolger des Käfer gibt es seit der Jahrtausend-Wende. Das neue Modell ist flacher, gefälliger – es sieht einfach gut aus. Und das sowohl geschlossen, als auch offen.

Wir haben den Beetle 1,2-Liter TSI mit KW 77 und Doppelkupplungs-Getriebe getestet. Autobahn, Landstraße, Stadtverkehr, enge Kurven: wie macht sich der Wagen, ist er handlich und gut zu handhaben?

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Erster Eindruck

Flach, breit, eine wohl proportionierte Grundform – so sieht er aus.

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Mit den Maßen von 4,129 Meter Länge ist der Wagen durchaus nicht klein

Kein Überrollbügel à la eines alten Golf Cabriolets stört die Optik. Die Sicherheit leider darunter allerdings nicht. Hinter den Kopfstützen im Fond sind Schutzbügel montiert, die im Falle eines Überschlags herausschießen. Das Verdeck selbst öffnet und schließt in weniger als zehn Sekunden, auch während der Fahrt bei bis zu 50 km/h. Das ist natürlich super und mindert die Gefahr, durch plötzliche Regenschauer nass zu werden.

Platzangebot

Mit den Maßen von 4,129 Meter Länge und 1,721 Meter Breite ist der Wagen gut proportioniert.

Das Platzangebot auf den vorderen Plätzen ist ausgesprochen üppig. Die Sitze sind bequem.

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Der Beetle ist ein Viersitzer. Kürzere Strecken können auch die Fonds-Passagiere überstehen, geschützt durch hochgefahrene Scheiben und ein Windschott kann das bei offenem Verdeck sogar Spaß machen.

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Der Kofferraum hat ein Ladevolumen von 209 Litern. Das ist nicht üppig, aber ein Cabrio ist ja auch kein Pick-Up. Gewöhnungsbedürftig ist die recht schmale Kofferraumöffnung.

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In unserem Beetle lag eine Abdeck-Persenning für das zurückgeklappte Dach. Hübsch anzusehen haben wir sie dennoch nicht benötigt.

Innenraum

Sofort auffällig ist das nostalgische Käfer-Handschuhfach.

Ebenfalls eine Erinnerung an Zeiten, in denen gespart werden musste sind die beiden Gummibänder, die Inhalte in den schmalen Seitentaschen halten sollen.

Ansonsten hat alles seine bewährte Volkswagen-Qualität. Die gute Handhabbarkeit und Funktionsfülle sind absolut OK, es fehlt überflüssiger Schnick-Schnack.

Es gibt Bluetooth-Option, USB-Anschluss und Aux-Eingang. Der Musik-Klang macht Spass.

Laufruhe

Der Beetle ist mit 77 KW recht flott unterwegs. Auch längere Strecken und Überholmanöver auf der Landstrasse sind kein Problem. Das Doppelkupplungs-Getriebe arbeitet flüssig und ruckelfrei.

Fahrkomfort

Der Beetle liegt sehr gut auf der Strasse. Kurvenfahrten und Seitenwind machen ihm nicht viel aus. Überaus angenehm ist die Schalldämpfung des geschlossenen Cabrio-Daches.

Preis & Leistung

Der Preis des Beetle Cabrio beginnt bei ca. 21.500 Euro. Mit etwas Ausstattung kommt man aber leicht auf deutlich über 30.000 Euro. Unser Kraftstoff-Verbrauch war mit etwa 7,4 Liter noch angemessen. Auf der Autobahn kommt man mit etwas weiniger hin.

PlusMinus

+ Sitzkomfort (vorn)
+ Handhabung Cabrio-Verdeck

– Kofferraum-Öffnung

Fazit

Das Beetle Cabrio ist formschön, mit etwas Retro-Look und durchaus nicht nur ein „Frauen-Auto“. Ein Hauch Extravaganz gepaart mit Wolfsburger Solidität – das ist der Beetle.

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Der Wagen macht einfach Spaß – sowohl mit geschlossenem Verdeck, erst recht mit geöffnetem Dach.

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