Berliner Pflegekonferenz sucht praxisnahe Lösungen

Am 9. und 10. November 2017 treffen sich in Berlin Vertreter verschiedener Organisationen und Verbände um über die Herausforderungen der Pflege zu sprechen. Der Bundesverband Initiative 50Plus ist Partner der Berliner Pflegekonferenz.

Die Herausforderungen des demografischen Wandels sind Chance und Gestaltungsaufgabe zugleich. Einerseits für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, andererseits für Pflegedienste, Pflegekräfte und -manager, für Kranken- und Pflegekassen sowie das gesamte Gesundheitssystem.

Unter dem Motto „Aus der Praxis – für die Praxis!“ findet daher in der Zeit vom 9. bis 10. November 2017 im WECC Westhafen Event und Convention Center Westhafenstraße 1 in 13353 Berlin die Berliner Pflegekonferenz statt.

Ziel der Berliner Pflegekonferenz ist es, die Bedürfnisse aller Beteiligten, d. h. der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen sowie der verschiedenen Leistungserbringer umfassend darzustellen und Versorgungsengpässe zu identifizieren, um unter den gesetzlichen Gegebenheiten praxisnahe Lösungen aufzuzeigen.

Marie Simon Pflegepreis

Wie kann die Versorgungssicherheit von Pflegebedürftigen im Versorgungsprozess gewährleistet werden? Wie können Helfende bei der Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen unterstützt werden? Welche Informations- und Kommunikationstechnologien können die Gestaltung in der Pflege unterstützen? Zu all diesen Fragen gibt es bereits viele innovative Antworten und individuelle Lösungen. Die unterschiedlichen Ansätze unterstreichen auch die Notwendigkeit, gute Ansätze in der Pflege zu identifizieren und öffentlich zu machen. Mit dem Marie Simon Pflegepreis für Innovationen in der Pflege werden auf der Berliner Pflegekonferenz in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund besonders innovative Pflegeprojekte ausgezeichnet. Wir freuen uns, dass Schwester Liliane Juchli, Urheberin des ersten Pflegefachlehrbuchs im deutschsprachigen Raum und ‚Grande Dame‘ der Pflege, die Schirmherrschaft für den Marie Simon Pflegepreis übernommen hat.

Otto Heinemann Preis zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird in immer mehr Unternehmen zu einem wichtigen Thema. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und des absehbaren Fachkräftemangels rücken dabei auch Erwerbstätige, die gleichzeitig Familienangehörige pflegen müssen, zunehmend in den Fokus der Arbeitgeber. Denn neben der Kindererziehung stellt insbesondere die Pflege eine Herausforderung für alle Beteiligten dar, da der Eintritt eines Pflegefalls vielfach nicht planbar ist. Gerade im Hinblick auf die zunehmende Belastung durch innerfamiliäre Pflegefälle bricht die klassische Trennung von Arbeit und Familie, die in Deutschland lange geherrscht hat, langsam auf. Für Unternehmen gilt es also, Familienförderung als Faktor im Wettbewerb um High Potential zu nutzen und als effektive Maßnahme zur Mitarbeiterbindung zu begreifen. Vor diesem Hintergrund gilt es insbesondere darauf hinzuwirken, auch für kleine und mittelständische Unternehmen Möglichkeiten aufzuzeigen um im Wettbewerb um motivierte Mitarbeiter nicht zurückzustehen. Gesucht wird daher das innovativste Unternehmen, das in herausragender Weise für seine Beschäftigten optimale Bedingungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Arbeit schafft, mit Ideenreichtum und unternehmerischer Weitsicht auf das Wohl seiner Angestellten zielt – wohlwissend, dass seelische und körperliche Ausgeglichenheit wesentlich der Arbeitseffektivität und somit der Unternehmensstabilität dienen.

Rückblick auf die Berliner Pflegekonferenz 2016 im 50PlusFernsehen

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