Buch-Tipp 50Plus: Tagebuch eines Gefangenen

Erinnerungen des Jahrhundertzeugen André François-Poncet.

Buch Tagebuch eines Gefangenen

 

27. August 1943: André François-Poncet, der Botschafter Frankreichs in Deutschland 1931 – 1938 und Hohe Kommissar bzw. Botschafter in Bonn 1949 – 1955,  sitzt mit seiner Familie unweit von Grenoble zu Tisch, als SS-Leute mit Maschinengewehr im Anschlag das Haus stürmen und ihn ohne Angabe von Gründen verhaften. Dieses Datum markiert den Beginn der wohl dunkelsten Zeit im Leben des erfolgsverwöhnten Botschafters, Schriftstellers und Humanisten André François-Poncet.

Eineinhalb lange Jahre verbringt der »hellsichtigste Beurteiler Nazi-Deutschlands« als sogenannter Ehrengefangener – so der zynische Begriff der Nazis – im mondänen Ifen Hotel im Kleinwalsertal. Dort teilen zwei Dutzend weitere Persönlichkeiten aus aller Herren Länder sein aberwitziges Schicksal: abgeschottet in einem entlegenen Hochgebirgstal und in ständiger unerträglicher Ungewissheit, ob sie den nächsten Tag noch erleben werden.

In seinem faszinierenden Tagebuch Carnets d’un Captif (Tagebuch eines Gefangenen) hält der »Grandseigneur« der europäischen Diplomatie seine paradoxen wie erschreckenden und gegen Kriegsende höchst dramatischen Lebensumstände in einer scheinbaren »Gebirgsidylle« fest. Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes erscheint das Tagebuch François-Poncets nun erstmals in deutscher Sprache.

Details zum Buch

  • Autor. André Francois-Poncet
  • Verlag: Europa Verlag
  • Seiten: 608
  • ISBN: 978-3-944305-85-1
  • Preis: 29,99 Euro

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