Bundesregierung plant 8.000 neue Pflegekräfte – gebraucht werden mehr als 25.000

Die Fraktion der Bündnis90/Grünen im Deutschen Bundestag wollte von der Bundesregierung genaue Zahlen über den Personal-Bedarf im Pflege-Bereich. Die Antwort der Bundesregierung zeigt das wahre Ausmaß des Pflegenotstandes.

In der Alten- und Krankenpflege sind bundesweit mehr als 25.000 Fachkraft-Stellen nicht besetzt. Darüber hinaus fehlen rund 10.000 Hilfskräfte. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach waren 2017 im Schnitt 14.785 offene Stellen für Spezialisten in der Pflege alter Menschen gemeldet, in der Krankenpflege waren es 10.814.

Der Pflege-Fachkräftemangel ist in den Bundesländern unterschiedlich groß. In Berlin kommen auf 100 offene Stellen in der Altenpflege 43 arbeitslose Fachkräfte, in Nordrhein-Westfalen 34, in Bayern und Thüringen dagegen nur 14 und in Rheinland-Pfalz und Sachsen sogar nur 13. Im Bundesschnitt sind es 21 arbeitslose Fachkräfte im Pflege-Bereich auf 100 offene Stellen.

Im Koalitionsvertrag haben die die neue Bundesregierung bildenden Parteien CDU, CSU und SPD („#GroKo“) die Schaffung von 8.000 zusätzlichen Pflegestellen beschlossen. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland 13.596 Pflegeheime mit insgesamt 730.145 Beschäftigten und 13.596 ambulante Pflege-Dienste mit 355.613 Beschäftigten.


Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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