DBB: Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst behindert Arbeit – Pensionslasten steigen

Dem Staat fehlen mehr als 185.000 Mitarbeiter. Gleichzeitig steigen die Pensions-Lasten in unbekannte Höhen.

Einer Berechnung des Deutschen Beamtenbund zufolge fehlen in den Kommunalverwaltungen fast 138 000 Mitarbeiter, davon im Erziehungsdienst 130 000. Den Feuerwehren fehlen 4000, den Jugendämtern 3000 Mitarbeiter. Eine Lücke von 32.000 Mitarbeitern klafft an den Schulen, 8000 Mitarbeiter fehlen der Landespolizei, 500 der Bundespolizei.

Im öffentlichen Gesundheitsdienst gibt es laut Beamtenbund eine Unterbesetzung von 2500, in der Justiz von 3000 und bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern von 1500 Mitarbeitern.

Bis 2033 –  also in den kommenden 15 Jahren – werde sich der Personalmangel verschärfen, denn 1,5 Millionen Beschäftigte würden altersbedingt aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden. Ziehe man davon die zu erwartenden regulären Neueinstellungen ab, bleibe rechnerisch eine Personallücke von mehreren hunderttausend Beschäftigten.

Pensionslasten im Land Berlin steigen weiter – aber der Finanzsenator weiß nicht genau, um wie viel

Die Ausgaben für ehemalige Beamte des Landes Berlin erhöhen sich. Dem Berliner Senat fehlt jedoch der Überblick. Das berichtet die Berliner Morgenpost.

1996 wurden im Berliner Landesdienst knapp 38.000 Versorgungsempfänger gezählt, 2006 waren es bereits mehr als 47.000, zehn Jahre später gut 59.000. In den nächsten 15 Jahren wird ein weiterer Anstieg erwartet. 2017 wuchs die Zahl der Versorgungsempfänger im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 59.930 Pensionäre, 2018 wird der Anstieg den Prognosen zufolge 2,2 Prozent betragen, 2019 voraussichtlich 2,5 Prozent. Die meisten Pensionäre soll es 2031 geben – nämlich 70.960.

2017 klettern die Ausgaben für Pensions-Leistungen in Berlin auf bislang geschätzte 1,7 Milliarden Euro. Das Land hat aber zum 31. Juli 2017 Versorgungsrücklagen von nur 924,8 Millionen Euro gebildet. Diesem Fonds wurden im vergangenen Jahr rund 88,4 Millionen Euro zugeführt. Hier klafft also eine Finanzierungs-Lücke von ezwa 770 Mio Euro.

1 Kommentar zu "DBB: Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst behindert Arbeit – Pensionslasten steigen"

  1. Wobei die ansteigenden Pensionslasten der Beamten durch das „Versorgungsrücklagegesetz“ (als Sondervermögen!) einigermaßen „gesichert sind“! Der Begriff Versorgungsrücklage gibt es bereits seit 1982 – das Gesetz ab 1999!

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