Demografie: Geburtskliniken und Hebammen gesucht!

Deutschland braucht Kinder. Es fehlen Kinder, um den demografischen Wandel positiv zu beeinflussen. Aber es fehlt in dem Zusammenhang an allem: Geburtskliniken sind kaputtgespart worden, Hebammen schmeissen hin, weil die Arbeitsverhältnisse und -Konditionen so sind, dass viele ihren Job nicht mehr machen können.

Allein die Änderung der Vorgaben hat die Berufshaftpflichtversicherung auf Beitragshöhen – in vielen Fällen 5.000 Euro p.a. und mehr – getrieben, dass ein Auskommen mit dem Einkommen für die freiberuflichen Hebammen nicht mehr möglich ist. Darüber gab schon 2016 ein Bericht des „Spiegel“ Aufschluss, den Sie hier nachlesen können. Seitdem hat sich die Situation noch verschärft.

Wie die Lage der Geburtskliniken und Hebammen in München ist, darüber berichtet der „Funkstreifzug“ des Bayerischen Rundfunks, den Sie hier nachhören können.

Wenn die Kinder dann auf der Welt sind, werden sie von der deutschen Bürokratie begrüßt. Der gesetzliche Rechtsanspruch auf eine Kitabetreuung, der für alle Kinder ab dem ersten Geburtstag gilt, steht in vielen Städten und Gemeinden nur auf dem Papier. Die Wirklichkeit ist, dass es baulich und personell überall hakt. Fehlende Kindertages-Stätten und ein eklatanter Fachkräftemangel verhindern, dass die Kommunen ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen können. Die Stadt Berlin verfiel nun auf die Idee, Familien mit der Kostenerstattung für eine privat organisierte Betreuung abzufinden. Dem schob das Oberverwaltungsgericht in Berlin einen Riegel vor. Den dazu passenden Bericht des „Tagesspiegel“ können Sie hier lesen.

Fazit: die Politik will Kinder, um die Folgen des demografischen Wandels abzumildern. Doch trotz aller Warnungen vor dem Fachkräftemangel und trotz sprudelnder Staatseinnahmen wird viel zu wenig getan, um junge Familien zu fördern.

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