Demografie: Stirbt Deutschland aus? Geburtenziffer in Deutschland weiterhin unter EU-Durchschnitt

Im Jahr 2015 lag die Geburtenrate in Deutschland bei 1,50 Kindern je Frau. Das war zwar der höchste Wert seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990, ist aber weiterhin weniger als der EU-Durchschnitt, der bei 1,58 Kindern je Frau lag. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit.

Im EU-Vergleich hatte Frankreich die höchste zusammengefasste Geburtenziffer. Laut Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat wurden dort 2015 durchschnittlich 1,96 Kinder je Frau geboren. Es folgten Irland (1,92 Kinder je Frau) und Schweden (1,85).

Die niedrigsten Geburtenziffern gab es in Portugal (1,31 Kinder je Frau), Polen und Zypern (je 1,32).

Geburtenrate hat Auswirkungen auf die Rente

Die Zahl der niedrigen Geburten ist kein gutes Omen für die weitere Entwicklung der Rentenkassen. In den letzen 55 Jahren hat sich die Relation von Beitragszahlern zu Rentnern dramatisch verschlechtert. Während 1962 6 Beitragszahler für 1 Rentner arbeiteten, waren es 1982 nur noch 4 Beitragszahler, 1992 3 und 2015 sind es nur noch 2 Beitragszahler, die die Rente im Umlageverfahren für 1 Rentner aufbringen müssen.

Grafik: Destatis, Bild: 50Plus Services

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