Demografischer Wandel in Deutschland – Zuwanderung lässt die Bundesrepublik wieder wachsen

Demografischer Wandel in Deutschland - Zuwanderung lässt die Bundesrepublik wieder wachsen

Demografischer Wandel in Deutschland – Zuwanderung lässt die Bundesrepublik wieder wachsen. Im Jahr 2015 ist die Bevölkerung in der Bundesrepublik um 978.000 Menschen gewachsen. „Das ist der höchste Bevölkerungszuwachs seit 1992“, berichtet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Die Bevölkerungszunahme 2015 resultiere aus dem hohen „Wanderungsüberschuss“, so die Behörde. „Diese Zuwanderung kann man als Chance nutzen“, sagt Uwe-Matthias Müller, geschäftsführender Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus e. V.: „Das erfordert schnelles und entschlossenes Handeln, wie es bereits in so vielen sozialen und karitativen Einrichtungen praktiziert wird. Eine Herangehensweise, die wir leider im politischen Raum an vielen Stellen vermissen.“

Demografischer Wandel in Deutschland – Zuwanderung lässt die Bundesrepublik wieder wachsen

Bundesland Bevölkerung am Veränderung insgesamt
31.12.2014 31.12.2015
(in 1000) (in 1000) (in %)
Baden-Württemberg 10 716,6 10 879,6 163,0 1,5
Bayern 12 691,6 12 843,5 151,9 1,2
Berlin 3 469,8 3 520,0 50,1 1,4
Brandenburg 2 457,9 2 484,8 27,0 1,1
Bremen 661,9 671,5 9,6 1,5
Hamburg 1 762,8 1 787,4 24,6 1,4
Hessen 6 093,9 6 176,2 82,3 1,4
Mecklenburg-Vorpommern 1 599,1 1 612,4 13,2 0,8
Niedersachsen 7 826,7 7 926,6 99,9 1,3
Nordrhein-Westfalen 17 638,1 17 865,5 227,4 1,3
Rheinland-Pfalz 4 011,6 4 052,8 41,2 1,0
Saarland 989,0 995,6 6,6 0,7
Sachsen 4 055,3 4 084,9 29,6 0,7
Sachsen-Anhalt 2 235,5 2 245,5 9,9 0,4
Schleswig-Holstein 2 830,9 2 858,7 27,9 1,0
Thüringen 2 156,8 2 170,7 14,0 0,6
Deutschland 81 197,5 82 175,7 978,1 1,2
Früheres Bundesgebiet (ohne Berlin-West) 65 223,1 66 057,4 834,3 1,3
Neue Länder (ohne Berlin-Ost) 12 504,6 12 598,2 93,6 0,7

Demografischer Wandel in Deutschland – Die Zahlen aus den Bundesländern / Statistisches Bundesamt, 26.8.2016.

 

„Anstatt in wahltaktischen Manövern über Verschleierungsverbote zu schwadronieren, sollten die politisch Verantwortlichen endlich an Lösungen für die schon seit Jahren drängenden Probleme arbeiten. Probleme, die sich im letzten Jahr noch einmal verschärft haben. Wir brauchen mehr Lehrer und mehr bezahlbaren Wohnraum um nur zwei Felder zu benennen, und zwar für alle, für die Zuwanderer und Flüchtlinge wie für die „einheimischen“ Menschen“, sagt Uwe-Matthias Müller.

Demografischer Wandel in Deutschland – die Zahl der Flüchtlinge und Zuwanderer lag 2015 doch deutlich über 978.000 Menschen. Wie ist das zu erklären? Das Statistische Bundesamt dazu:

„Die Entwicklung der Bevölkerung ergibt sich zum einen aus den Geburten und Sterbefällen, zum anderen aus den Zu- und Fortzügen. Zudem fließen Korrekturen in die Berechnung ein.“

Demografischer Wandel in Deutschland – die Zuwanderung im Detail

Im Detail verzeichnete das Statistische Bundesamt diese Zahlen: 2015 starben 188 000 Menschen mehr als geboren wurden. Das „Defizit“ bei den Geburten stieg gegenüber dem Vorjahr (– 153 000). Abzüglich der Menschen, die 2015 auf Deutschland auswanderten oder fortzogen, verzeichnete das Statistische Bundesamt durch die Zuwanderung einen Überschuss von 1 139 000 Personen. Im Jahr 2015 lag der Überschuss nach Abzug der Abwanderungen bei 550 000 Menschen.

 

Demografischer Wandel in Deutschland - Zuwanderung lässt die Bundesrepublik wieder wachsen

Demografischer Wandel in Deutschland – Zuwanderung lässt die Bundesrepublik wieder wachsen – So stellte sich der Demografische Wandel dar – wenn es die Zuwanderungs nicht gegeben hätte. Deutlich zu erkennen ist, dass in der Bundesrepublik dann die Mehrheit der Menschen 50 Jahre und älter wäre.

 

8,7 Millionen ausländische Staatsbürger lebten Ende des letzten Jahres in Deutschland. Der Anteil lag über dem Vorjahreswert, der Zuwachs von 2014 zu 2015 betrug 14,7 Prozent. Die Zahl der Deutschen betrug 2015 73,5 Millionen. Sie schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Der Ausländeranteil stieg von 9,3 Prozent im Jahr 2014 auf 10,5 Prozent in 2015.

„Wie sich zeigt, hat die Bundesrepublik immer wieder große Zuwanderungswellen erlebt“, sagt Uwe-Matthias Müller: „Und dann sollten wir dies auch nicht vergessen: Bei jeder Gelegenheit wurde zuletzt der demographische Wandel bejammert, weil dieser zeigte, dass die Bundesrepublik immer weiter schrumpft. Jetzt wächst die Bundesrepublik wieder, und es ist auch nicht recht.“

„Wir appellieren als Bundesverband Initiative 50Plus an die Politiker in Bund und Ländern, die Herausforderung durch die Zuwanderung  anzunehmen, darüber aber nicht die existierenden Probleme zu vergessen. Denn die Zuwanderung kann noch nicht die Probleme mit der gesetzlichen Altersvorsorge lösen. Weiterhin muss dringend daran gearbeitet werden, Menschen auch im Rentenalter ein Berufsleben zu ermöglichen.“

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