DVD-Tipp in BZ-Nachrichten: 12 Strong – die wahre Geschichte der US-Horse Soldiers

Viele werden sich noch erinnern, was sie am 11. September 2001 machten. Aber bis vor kurzem war kaum etwas über die außerordentlichen Ereignisse bekannt, die sich unmittelbar danach abspielten: Während die ganze Welt in den ersten Tagen nach den verheerenden Terroranschlägen schockiert den Atem anhält, begibt sich eine Spezialeinheit von nur zwölf Mitglieder der U.S. Special Forces – auch als Green Berets bekannt – auf eine gefährliche Geheimmission im kriegszerrissenen Afghanistan.

12 Strong Szenenbild mit Chris Hemsworth

Captain Mitch Nelson, gespielt von Thor-Megastar Chris Hemsworth, führt die „12 Strong“ in das unwegsame Gebiet des Hindukusch-Gebirges, um mit diplomatischem Geschick und großem Mut die dort kontrollierende afghanische Nordallianz zu einem ungeahnten Bündnis im Kampf gegen die gemeinsamen Gegner aus Taliban- und Al-Kaida-Kämpfern zu bewegen. Sie folgten keinem Befehl. Sie meldeten sich freiwillig.

In beeindruckenden, dramatischen Bildern erzählt 12 STRONG – DIE WAHRE GESCHICHTE DER US-HORSE SOLDIERS von Produzentenlegende Jerry Bruckheimer diese wahre Geschichte in einem knallharten und realistischen Kriegsfilm, der nun fürs Heimkino erscheint.

Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen.

Eine geheime Mission wird großes US-Kino

US-Militär und Nordallianz Verbündete im Kampf gegen die Taliban

„Diese Männer waren die ersten amerikanischen Soldaten auf afghanischem Boden und im Verhältnis zu den Feindeskräften 1 zu 5.000 in der Unterzahl“, erläutert Regisseur Nicolai Fuglsig. „Dieses kleine Special Forces Team sollte sich mit dem lokalen Warlord General Abdul Rashid Dostum, einem Anführer der afghanischen Nordallianz zusammentun, um ihm zu helfen, die Region unter seine Kontrolle zu bringen.“

Es gab Eines, was die brüchige Nordallianz, eine Koalition afghanischer Militärführer, noch verband: der Wunsch, das Land von den brutalen Taliban zu befreien. Fuglsig, der zuvor als Dokumentarfilmer und Fotoreporter in Kriegsgebieten auf der ganzen Welt im Einsatz war, erklärt: „Als Fotoreporter habe ich den Krieg aus erster Hand erlebt. Alle Kriege ähneln einander, was die menschlichen Tragödien angeht. Aber dieser Film erzählt eine ganz andere Art von Kriegsdrama. Menschen zweier grundverschiedener Kulturen müssen lernen, für eine gemeinsame Sache zusammenzuarbeiten. So ist 12 STRONG auch eine Geschichte darüber, wie man gegenseitige Unterschiede respektiert und die einander verbindenden Gemeinsamkeiten schätzt.“

Chris Hemsworth stimmt zu: „Diese Green Berets waren nicht als Besatzer hier, sie sollten die Afghanen in ihrem Freiheitskampf unterstützen. Ich liebte an der Geschichte ganz besonders, dass wir hier zeigen, wie Amerikaner im Schulterschluss mit den Afghanen einen gemeinsamen Feind bekämpfen.“

‚Wirklichkeitsgetreu’ war die Parole der Filmemacher. Man holte Militärberater und verließ sich auch auf die Expertise der damals Beteiligten. Darunter Special Forces Captain Mark Nutsch, der

12 Strong will realitätsnah sein

als Führer der „Dagger“-Einheit fungierte, und Chief Warrant Officer Bob Pennington, deren Figuren im Film unter anderen Namen von Chris Hemsworth bzw. Michael Shannon gespielt werden. Laut Michael Shannon war es für die Schauspieler sehr hilfreich, ihre realen Vorbilder zu treffen: „Dass sie dazu bereit waren, hat uns viel bedeutet, denn wenn du so eine Geschichte erzählst, hast du die Verantwortung, sie exakt aufzubereiten. Es war also sehr hilfreich, ihre Sicht der Dinge zu erfahren.“

„Dieser Film zeigt mit herausragendem Realismus, wie ein Special Forces Team auf dem Schlachtfeld agiert“, so Pennington. „Er vermittelt Einiges von dem, was wir durchmachten, wie wir uns an die einzelnen Situationen anpassten und große Herausforderungen überwanden.“

Neben der großen Hürde, sich mit einem nahezu unbekannten einheimischen Anführer und seinen Kämpfern zu verbünden, nennt Jerry Bruckheimer einen weiteren Grund, warum das auch für die bestausgebildetsten Soldaten eine „beispiellose“ Mission war: Im Bergterrain von Nordafghanistan funktionierten die Transportmethoden der modernen Kriegsführung nicht. Etwas Urtümlicheres war hier gefragt: „Diese Bergpässe waren nur mit Maultieren oder Pferden zu überwinden. Daher mussten sich die Soldaten anpassen. Nur ein einziger von ihnen war im Reiten erfahren, den anderen blieb keine Wahl, als das unterwegs zu lernen.”

Drei Anführer für eine heikle Mission – die Besetzung wird rekrutiert

Hauptdarsteller des Films ist Chris Hemsworth als Captain Mitch Nelson, der Anführer des Teams. Für seinen befehlshabenden Offizier ist er allerdings nicht der Wunschkandidat, um ein Team nach Afghanistan zu führen, denn eine Woche vorher hatte er sich aus familiären Gründen auf einen Schreibtischjob versetzen lassen. Und obwohl er mit seinen Männern zwei Jahre trainiert hatte, hatte er noch nie einen Kampfeinsatz absolviert.

„Wie alle Männer in Uniform will er kämpfen. Er will losziehen und sein Land verteidigen“, so Hemsworth über seine charismatische Figur. „Aber zuerst muss er seine Vorgesetzten davon überzeugen, dass sie ihm sein Team zurückgeben und man sie in den Einsatz schickt.“ Unter den sechs Special Forces Teamführern, die als erste in den Kampf ziehen wollen, ist Nelson der Einzige, der entgegen aller Wahrscheinlichkeit verspricht, die Mission in drei Monaten – statt wie geplant sechs – zu beenden und jeden Soldaten nach Hause zu bringen – lebendig.

Das mit Abstand erfahrenste Mitglied des Teams ist der von Michael Shannon dargestellte Chief Warrant Officer Hal Spencer. Im Gegensatz zu Nelson hat Spencer etliche Kampfeinsätze erlebt, aber in zwei Jahren gemeinsamen Trainings hat Nelson seinen Respekt erworben. Spencer glaubt an Nelson und folgt ihm, aber dank seiner umfangreichen Erfahrungen fungiert er auch als dessen Berater.

Ob die Mission Erfolg hat, hängt entscheidend davon ab, ob die Einheit das Vertrauen von General Dostum gewinnt, der von Navid Negahban dargestellt wird. Der gebürtige Iraner studierte sein reales Vorbild genau: „Dostum ist ein usbekischer Führer der Nordallianz, der seit seinem 17. Lebensjahr im Krieg war – zuerst gegen die Russen, dann gegen die Taliban, die seine Familie ermordeten.“

Fuglsig ergänzt: „Dostum ist eine starke, natürliche Führungsfigur, die jedem Respekt abnötigt. Ich hätte dafür keinen besseren Schauspieler finden können. Ich liebe die Energie und Ausdrucksstärke, mit der Navid jede seiner Zeilen sprach. Er erweckte Dostums gewaltige Persönlichkeit authentisch zum Leben.“

Aufsatteln! – Aus Hollywood-Stars werden die Horse-Soldiers

„Realismus ist extrem wichtig, vor allem, wenn du eine wahre Geschichte erzählen willst“, so Fuglsig. „Unsere Schauspieler mussten aus erster Hand kennenlernen, was es bedeutet, zu einem Special Forces Team zu gehören. Nur so konnten sie die Kampfstrategien dieser Soldaten exakt imitieren.“

„Wir hatten Experten, die uns über Special Forces und diese spezielle Mission instruierten. Das war unbezahlbar“, ergänzt Hemsworth. „Dass wir unsere Ausbildung gemeinsam absolvierten, schweißte uns als Einheit noch stärker zusammen.”

Pferde und Esel sind in den Bergen Afghanistans Ersatz für Humvees

Für die Schauspieler und die Filmemacher war das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Darstellern für die Wahrhaftigkeit ihres Spiels genauso wichtig wie das Training. „Ein entscheidendes Element der Special Forces ist die Kameradschaft in den Teams, wie stark sie sich füreinander einsetzen und aufeinander verlassen“, betont Bruckheimer. „Wir wollten unserer Besetzung das gleiche Gefühl einflößen. Bei ihrer Grundausbildung entwickelte sich zwischen ihnen die gleiche Bindung. Das spürt man auch ganz deutlich im Film.“

Die Ausbildung der Schauspieler war zweigeteilt: Abgesehen davon, dass sie wie Special Forces-Soldaten agieren sollten, mussten sie auch noch das Reiten lernen. „Auf dem Boden fühlten wir uns alle mit unseren Waffen und unserer Ausrüstung wohl“, so Hemsworth. „Aber sobald wir auf den Pferden saßen, galt das alles nicht mehr. Aber das war auch gut, denn die Special Forces-Leute waren in der gleichen Situation. Keiner von ihnen wusste, was er tat.”

„Ich hoffe, der Film vermittelt dem Publikum nicht nur, was das Team in der Zeit der Ungewissheit nach dem 11. September vollbrachte, sondern auch, was alle Special Forces Teams jeden Tag ohne großes Trara leisten“, resümiert Chris Hemsworth. „Ich möchte, dass die Zuschauer die mutigen Männer und Frauen, die ihr Leben zu unserem Schutz riskieren, besser verstehen.“

„Ich hoffe, dass das Publikum von der Geschichte dieser zwölf tapferen amerikanischen Soldaten inspiriert wird“, so Nicolai Fuglsig. „Sie flogen um die halbe Welt, um sich mit Menschen einer ganz anderen Kultur zusammenzutun und einen gemeinsamen Feind zu bekämpfen, den wir immer noch nicht ganz verstehen. Sie hatten keine Ahnung, was sie erwartete, und doch meldeten sie sich freiwillig, um ihre Familien zu verlassen und für die Sicherheit ihres Landes zu kämpfen. Das macht diese Männer wahrhaft zu Helden, und deshalb verdient es ihre Geschichte, erzählt zu werden.“

Trailer zum Film 12 Strong in BZ-NachrichtenTV

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