Frau und Frisur – ein heikles Thema! – Ein Kommentar von Renate Zott in BESTZEIT-PLUS

Ich sag’s mal so: die meisten Damen waschen sich schon am nächsten Tag die Haare oder doch besser noch am selben Tag. Feuchte Augen beim Verlassen des Salons, gleich die beste Freundin anrufen. Oh mein Gott, wie seh‘ ich denn aus… ! Da ist alles drin, wenn es um die Haare geht. Richtig zufrieden und beschwingt geht die Session oft nicht aus und gerade das sollte sie. Schließlich geht man genau deshalb zum Frisör, oder?!

Topagemodel Renate Zott

Eigentlich ist das Thema auch nicht weltbewegend, aber spätestens seit dem Outing von Birgit Schrowange weiß ich, dass es anders ist. Ganz anders. Jahrelang das Haupthaar versteckt, weil es ergraut und offensichtlich so nicht fernsehtauglich ist. Was gesteht man da Fernsehmachern eigentlich zu, so ganz persönlich als Frau?! Nun fühlt sie sich wunderbar, ein moderner frecher Schnitt, grau ist en vogue und sie strahlt. Das ist doch die Hauptsache.

Gleich fühlen sich zahlreich Kommentatoren auf den Plan gerufen, ihren Senf dazuzugeben und dem an sich völlig unspektakulären Thema den „Dramastempel“ aufzudrücken. Gott und die Welt macht sich also Gedanken darüber, wer wie seine Haare trägt, färbt, verlängert oder sonst was damit anstellt. Urteile werden schnell in alle Richtungen gefällt; über wildfremde Haare – ich glaub‘ das einfach nicht. Die Welt der Promis setzt die Trends – aussehen >wie<… ist unglaublich wichtig. Gerade ist GRAU in allen Facetten und Schattierungen für die Frau 50Plus – und by the way nicht nur für die – der absolute Renner und wer da nicht mitmacht passt für die Werbewelt nicht wirklich. Grau als MUST für die große Bühne und wer noch nicht grau ist, wird einfach grau gemacht. Für die Haare eine Tortur, so rein chemisch gesehen, aber das macht ja nichts. Da dient der alte Spruch: wer schön sein will muss leiden.

Nein. Da mache ich nicht mit. Eine graue Färbung für mein langes, noch sehr wenig ergrautes Haar wäre glatt das Todesurteil – für mein Haar versteht sich – und da grämt mich der Trend nur wenig. Genauer gesagt: ich schere mich nicht darum. Es geht nämlich um nichts geringeres als mein Spiegelbild und das kann niemanden wichtiger sein als mir selbst. Sich selbst zu gefallen und sich in seiner Haut wohlzufühlen ist die einzige Basis für eine schöne Ausstrahlung. In den Spiegel schauen und sagen können, ja das bin ich ganz und gar – aus vollster Überzeugung. Ich kann nur jedem raten, es genauso zu tun. Ganz ohne Rücksicht auf die angesagtesten Trends.

Auch mich hat es zugegebener Maßen einiges an Versuch und Irrtum gekostet, einen Friseur zu finden, der mich als Mensch versteht und mich einfach mich sein lässt. Bei dem ich ankommen kann für weit mehr als Smalltalk und mit einem wunderbaren Wohlgefühl – frisch gewaschen und gestylt – wieder gehen darf. Mir ist es gelungen und ich bin überzeugt, die wahre Problemwelt da draußen ist weit größer… ‚haarscharf‘ blond und langhaarig erkannt: eines der kleinen Probleme, das sich lösen lässt.

Für uns Frauen ist es nichtsdestotrotz – und liebe Männer bitte seht uns das nach – ein heikles Thema. Attraktivität und Schönsein definiert >Frau< – egal welchen Alters – in vergleichsweise hohem Maße über die Frisur und da kann schon mal ein Tränchen fließen….Hab‘ ich auch schon hinter mir….!

Liebe Frauen 50Plus, traut euch und tragt euer Haar wie’s EUCH gefällt! Und zwar genau so!

Die Autorin Renate Zott

Renate Zott wohnt in Frankfurt am Main und ist aktive Kämpferin für ein positives Altersbild. Renate Zott, erst Versicherungs-Maklerin und jetzt Managerin einer Haustechnik-Firma, ist verheiratet und Mutter eines erwachsenen Sohnes.

Renate Zott ist Botschafterin des Bundesverband Initiative 50Plus und Kreis-Geschäftsführerin des BVI50Plus in Frankfurt am Main.

Sie betreibt den Blog www.topagemodel.de. Renate Zott ist auch bei Facebook und Instagram.

Sehen Sie Renate Zott im 50PlusFernsehen:

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