Gibt es eine Immobilien-Blase in Deutschland?

Immobilien-Blase – was passiert, wenn sie platzt? Gründe und ein Ausblick.

In vielen attraktiven Städten Deutschlands ist es ein mittlerweile gewohntes Bild: lange Schlangen von Miet-Interessenten bilden sich, wenn Besichtigungs-Termine für zu vermietende Wohnungen angesetzt sind. Und Käufer zahlen fast jeden (möglichen oder unmöglichen) Preis, um Immobilien-Eigentum zu erwerben. Viele andere haben das Nachsehen, denn auch institutionelle Anleger aus dem In-und Ausland greifen zu. Deutsche Immobilien gelten im internationalen Vergleich als immer noch günstig. Denn Eigentum wurde bisher vor allem auf dem Land gebildet, in den Städten ist unsere Republik ein Mieter-Land.

Woran liegt es, dass jetzt ein Immobilien-Boom ausgebrochen ist? Da ist zum einen die Politik der EZB, die Wirtschaft in dem Euro-Raum durch niedrige oder gar Null-Zinsen anzukurbeln. Keine Zinsen auf Spar-Guthaben oder Anleihen bringen viele Anleger dazu, über Investments in Sachwerten – also Immobilien oder Aktien – nachzudenken. Dann ist da das im internationalen Vergleich noch niedrige Preis-Niveau, das Institutionelle nach Deutschland lockt. Die Demografie bringt die Käufer dazu, sich nur auf bestimmte Regionen zu konzentrieren, da dort die Bevölkerungs-Entwicklung stabil ist. Andere Regionen sind unter dem demografischen Gesichtspunkt nicht attraktiv und auch so entsteht punktueller Druck. Und schliesslich drängen immer mehr Flüchtlinge aus den Notunterkünften in reguläre Wohnungen und erhöhen so den Nachfrage-Druck vor allem nach preiswertem Mietraum.

Jan Fleischhauer hat in Spiegel-Online dazu einen bemerkenswerten Artikel geschrieben: „Immobilienblase – Die nächste Krise. Wer den Koalitionsvertrag liest, gewinnt den Eindruck, dass Deutschland unverwundbar ist. Dabei entsteht am Immobilienmarkt gerade eine gewaltige Blase – eine Gefahr für das ganze Land.

Vor dem Kauf einer Immobilie lohnt sich die Lektüre!

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