Grüne fordern Demografiebeauftragten im Kanzleramt mit Veto- und Sanktionsmöglichkeiten

Die Politik in Deutschland steht im Zeichen der bevorstehenden Landtags-Wahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie der am 24. September 2017 stattfindenden Bundestagswahl. Jetzt positionieren sich die Parteien und nehmen Stellung zu den Herausforderungen, die unsere Gesellschaft bewegen.

Die Bundesregierung kletterte am 16.März 2017 in Berlin auf den Demografie-Gipfel und präsentierte die Ergebnisse verschiedener Arbeitsgruppen (siehe dazu den Bericht in BESTZEIT-PLUS Demografie-Gipfel 2017 – den Worten müssen Taten folgen).

Doris Wagner (MdB Bündnis 90/Die Grünen) fordert einen Demografie-Beauftragten im Kanzleramt

Den Grünen im Bundestag reicht das Vorgestellte nicht.

Die Demografiepolitik der Bundesregierung hält Doris Wagner (MdB), die Sprecherin für Demografiepolitik der Grünen, für gescheitert. Schaufensterveranstaltungen wie der Demografiegipfel unterstrichen das nur. Man warte vergeblich auf eine Vision oder einen roten Faden zur Gestaltung des demografischen Wandels. Doch stattdessen werkele jedes Ministerium und jede Arbeitsgruppe vor sich hin, die Ergebnisse würden zusammengetragen und als Strategie verkauft.

„Das reicht nicht aus. Wir müssen dieser Zukunftsaufgabe den politischen Stellenwert einräumen, den sie verdient: Wir brauchen endlich eine Demografiebeauftragte oder einen Demografiebeauftragten im Kanzleramt mit Veto- und Sanktionsmöglichkeiten. Nur so kann mit Demografie Zukunft gestaltet werden.“ so Doris Wagner.

Die Gesellschaft steuert auf einen Fachkräftemangel zu. Gleichzeitig wünschen sich mehr Menschen größere Zeitsouveränität.

Der demografische Wandel ist voller Gegensätze und eine der größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit. Welche Weichen muss Politik für ein gutes Leben vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen stellen?

Die Grünen haben dazu am 10.2.2017 eine Demografie-Konfernz in Berlin durchgeführt, zu der auch Vertreter des Bundesverband Initiative 50Plus eingeladen waren. Die einzelnen Beiträge und Ergebnisse der Konferenz und Arbeitsgruppen können Sie hier nachlesen.

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