INSA-Umfrage enthüllt: Deutsche fühlen sich von wachsender Kriminalität bedroht – und nennen dafür einen klaren Grund

Finden die Befragten, dass die Gefahr in Deutschland Opfer von Kriminalität zu werden heute größer oder kleiner ist als vor drei Jahren? Das wollte das Erfurter Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) – wissen und hat eine repräsentative Zahl von Bürgern befragt. Darüber hinaus hat INSA wieder die berühmte Sonntagsfrage gestellt.

Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass die Gefahr in Deutschland Opfer von Kriminalität zu werden heute größer ist als vor drei Jahren (66 %). Bei Männern ist dieser Anteil deutlich größer (76 %) als bei Frauen (57 %). Fünf Prozent meinen, die Gefahr ist heute kleiner als vor drei Jahren. Knapp ein Viertel ist der Meinung, dass die Gefahr in Deutschland Opfer von Kriminalität zu werden heute unverändert zu vor drei Jahren ist (24 %). Dies sagen 15 Prozent der Männer sowie ein Drittel der Frauen (33 %). 

94 Prozent der AfD-Wähler finden, dass die Gefahr in Deutschland Opfer von Kriminalität zu werden heute größer ist als vor drei Jahren. Dies ist mit Abstand der höchste Wert. Es folgen die Wähler der FDP (77 %), der SPD (69 %), der Linkspartei (69 %) und der Union (62 %). Mit weitem Abstand am niedrigsten ist dieser Wert bei den Wählern der Grünen (23 %). Acht Prozent der Grünen-Wähler meinen, die Gefahr ist heute kleiner als vor drei Jahren. Dasselbe denken sieben Prozent der SPD-Wähler. Die Werte der Wähler der anderen Parteien liegen hier zwischen zwei und vier Prozent.

Zwei Drittel der Grünen-Anhänger sind der Meinung, die Gefahr in Deutschland Opfer von Kriminalität zu werden ist unverändert zu vor drei Jahren (67 %). Dies ist mit Abstand der höchste Wert. Die Anteile bei den Wählern von Union (24 %), Linkspartei (24 %), FDP (21 %) und SPD (20 %) bewegen sich zwischen einem Viertel und einem Fünftel. Nur ein Prozent der AfD-Wähler wählt diese Antwortmöglichkeit.

Von den Befragten, die finden, dass die Gefahr in Deutschland Opfer von Kriminalität zu werden heute größer ist als vor drei Jahren (insgesamt 714), nutzen 62 Prozent die Möglichkeit, einen oder mehrere Gründe für diesen Anstieg zu nennen.

Von diesen 444 Personen, die Gründe für die subjektiv gestiegene Gefahr nennen, sehen 61 Prozent als Ursache Zuwanderung bzw. (kriminellen) Migranten. 53 Prozent der Männer sowie 72 Prozent der Frauen geben dies an. An zweiter Stelle steht Terrorismus, den 18 Prozent der Befragten nennen. Ein Viertel der Männer (25 %) und sechs Prozent der Frauen nennen diesen Grund. Acht Prozent sehen in höherer Gewaltbereitschaft bzw. mehr Hass einen Grund für den Anstieg der Gefahr in Deutschland Opfer von Kriminalität zu werden. Zu geringe Strafen bzw. zu wenig Polizei und Armut bzw. soziale Ungleichheit sehen jeweils 4 Prozent der Befragten mit Begründung als Ursache. Zwei Prozent nennen mangelnden Respekt bzw. Werteverfall und ein Prozent mehr Kriminelle bzw. Kriminalität.

Wenn am Sonntag Bundestags-Wahl gewesen wäre…

käme die CDU/CSU auf 32 Prozent der Stimmen. An zweiter Stelle steht die SPD mit 18 Prozent. 15 Prozent der Befragten, die eine Partei angegeben haben, würden ihr Kreuz bei der AfD machen. Die FDP kommt auf zehn Prozent und die Linkspartei auf zwölf Prozent. Zehn Prozent der Stimmen würden auf die Grünen entfallen.

Knapp jeder vierte Befragte, der eine Partei angegeben hat, ist sich sicher, dass er die CDU/CSU wählen würde (24 %). SPD und AfD kommen jeweils auf zwölf Prozent sichere Stimmen. Sechs Prozent der Befragten mit Parteinennung sind sich sicher, dass sie ihr Kreuz bei der FDP machen würden. Die Linkspartei kommt bei den sicheren Stimmen auf acht Prozent und die Grünen auf sechs Prozent.

18 Prozent der Befragten mit Parteinennung würden zwar derzeit nicht die Unionsparteien wählen, können sich dies aber grundsätzlich vorstellen. Somit ergibt sich für die CDU/CSU ein Gesamtpotential von 50 Prozent. Gut jeder Fünfte kann sich grundsätzlich gar nicht vorstellen die CDU/CSU zu wählen (21 %). Dieser Wert liegt bei der SPD um drei Prozentpunkte höher (24 %). Das Gesamtpotential der SPD liegt derzeit bei 43 Prozent, da sich 25 Prozent der Befragten grundsätzlich auch vorstellen können, die SPD zu wählen. Jeder fünfte Befragte mit Parteinennung (20 %, kumuliert) würde derzeit die AfD wählen (15 %) oder kann sich das grundsätzlich auch vorstellen (5 %). Zwei Drittel der Befragten, die bei der Sonntagsfrage eine Partei angegeben haben, können sich grundsätzlich gar nicht vorstellen, der AfD ihre Stimme zu geben (67 %).

13 Prozent können sich grundsätzlich auch vorstellen, die FDP zu wählen. Somit ergibt sich für sie ein Gesamtpotential von 23 Prozent. Gut jeder Fünfte kann sich gar nicht vorstellen, die FDP zu wählen (21 %). Dieser Wert liegt bei der Linkspartei um 14 Prozentpunkte höher (35 %). 15 Prozent können sich hingegen grundsätzlich auch vorstellen, die Linkspartei zu wählen. Dadurch ergibt sich ein Gesamtpotential von 27 Prozent. Das Potential der Grünen liegt bei 25 Prozent, denn 15 Prozent der Befragten mit Parteinennung können sich grundsätzlich auch vorstellen, sie zu wählen. Gut jeder Vierte kann sich dies grundsätzlich gar nicht vorstellen (26 %).

Aktuelle Analyse von Hermann Binkert (INSA) im 50PlusFernsehen

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