Jens Spahn (CDU): Ältere stärker einbinden

Jens Spahn, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, gab bei einem Vortrag im Berlin Capital Club spannende Einblicke in seine Sicht auf den demografischen Wandel.

Jens Spahn: „Ältere stärken!“

Jens Spahn (* 16. Mai 1980) ist Mitglied des Präsidiums der CDU und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen. Anlässlich eines Arbeits-Frühstücks im Berlin Capital Club gab Spahn einen Überblick über die Finanzlage Deutschlands und beleuchtete Aspekte seiner Sicht des demografischen Wandels. So nannte Jens Spahn gleich zu Beginn seines Vortrags eine prägnante Zahl: täglich steige die persönliche Lebenserwartung um 6 Stunden. Da sein Vortrag vor allem den Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur in Deutschland zum Thema hatte, wies der Parlamentarische Staatssekretär der Finanzen darauf hin, dass Modernisierungs-Massnahmen meistens nicht an fehlenden Finanzmitteln scheitern, sondern an kompliziertem und langwierigem Genehmigungs-Recht und – daran, dass in den Behörden altersbedingt immer mehr Arbeitsplätze unzureichend besetzt sind. Im Klartext: Fachkräftemangel!

Nach Ansicht von Jens Spahn steht Deutschland erst am Anfang des bald stärker zu spürenden demografischen Wandels. Er wies darauf hin, dass wir 2030 in Deutschland doppelt so viele Menschen haben werden, die in Rente gehen, wie Schulabgänger. Daher sei die Rente und deren Finanzierung ein immer wichtiger werdendes Aufgabenfeld der Politik. Jens Spahn verwies auf die Zahl von 100 Mrd Euro, mit denen die Sozialsysteme schon heute aus Steuermitteln alimentiert würden. Ein großer Teil dieser 100 Mrd Euro – immerhin 30 % des aktuellen Bundeshaushalts – flössen in die Finanzierung der Rente.

Lösungen für die Herausforderungen des demografischen Wandels sieht Jens Spahn in folgenden Ansätzen:

  1. Zuwanderung. Hier geht es ihm allerdings um gezielte Zuwanderung von qualifizierten Menschen, die in Deutschland arbeiten wollen und so auch die Sozialsysteme stärken.
  2. Bildung. Weitere Qualifizierung der Jugend durch eine noch intensivere Bildung
  3. 50Plus. Vor allem müssten aber die Älteren noch besser im Arbeitsmarkt gehalten werden, um deren Wissen den Betrieben und der Gesellschaft allgemein zu erhalten.

Schließlich äußerte sich Jens Spahn zum Grundgesetz-Auftrag der Herstellung und des Erhalts gleicher Lebensbedingungen in Deutschland. Dieser Auftrag sei ohne die Einführung und Umsetzung der sogenannten Tele-Medizin nicht zu erfüllen. Der Ausbau der Digitalisierung – auch im Gesundheitswesen – dürfe nicht am Datenschutz scheitern. „Datenschutz heute ist etwas für Gesunde. Datenschutz darf einer notwendigen Entwicklung nicht im Weg stehen!“ so Jens Spahn.

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