Buch-Tipp 50Plus: „Der deutsche Goldrausch“

Geschichte und Hintergründe der Treuhandanstalt

Ich wußte es nicht (mehr): die Treuhandanstalt war eine Idee der ostdeutschen Dissidenten und wurde bereits im März 1990 gegründet. Sie sollte das Volkseigentum für jeden Bürger der DDR erfaßbar machen und über ein Anteilsschein-System jeden Bürger am Volkseigentum beteiligen. Diese an sich nachvollziehbare Idee scheiterte an der Dimension des Ganzen, der ungelösten Frage der früheren Eigentümer des “Volkseigentums” und der Unmöglichkeit der handelnden Personen, bestehende Seilschaften (Partei, Stasi, Wirtschaft – Ost und West) zu bändigen.

Der Autor Dirk Laabs hat ein exzellentes, sehr gut lesbares Buch geschrieben. Aus der Perspektive von Zeitzeugen erlebt der Leser eine nahe deutsche Vergangenheit, in der viel “versemmelt” wurde – und niemand genau weiß, ob und wie es besser hätte laufen können.

Die Treuhand hat:

  • …über 50.000 Verträge ausgehandelt
  • …über 200 Milliarden D-Mark Schulden gemacht
  • …über 90 % der größeren ex-DDR-Betriebe an westdeutsche Interessenten verkauft.
  • … zeitweise die Gehälter der Mehrzahl der Angestellten in der DDR bezahlt.
  • … Altkredite der DDR-Betriebe in Höhe von über 50 Milliarden Euro übernommen.
Das Buch ist jedem zu empfehlen, der sich mit der jüngsten deutschen Geschichte befasst und wissen will, was damls – vor 20 Jahren – nicht jeden Tag in der Zeitung stand. Zur Leseprobe geht es hier.

Autor: Dirk Laabs

Verlag: Pantheon

Seiten: 384

ISBN: 978-3-570-55164-6

Preis: 16,99 Euro

Das Buch ist in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

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