Manchmal müssen Kinder richtig stark sein. – Ein Kommentar von Renate Zott in BESTZEIT-PLUS

Ich möchte es einmal so sagen: ein Kind zu bekommen ist in manchen Fällen problembehaftet, aber im Normalfall per se keine Besonderheit. Die Aufgaben, die ab Stunde 0 auf die Eltern warten, können durchaus besonders werden. Oder sollte ich besser sagen, für die Kinder?

Es geht damit los, dem menschlichen Wesen einen menschlichen Namen zu geben. Ich finde, da machen es sich die Eltern neuerdings zunehmend schwerer. Im Trend sind Doppel- und Dreifachnamen, die ein Kind im späteren Leben nicht unbedingt glücklich machen. Und ich denke an Sidney

Kinder verdienen schöne Namen

Savannah, Madda-Chantal oder auch Edith Lumen Melosine.  Jaqueline-Schantalle klingt auch sehr melodisch. Ich möchte wirklich niemanden verletzen, aber ich stelle mir die Lehrer vor, die bei Sidney Savannah über die Geschlechterzuordnung ins Grübeln kommen, bei Madda-Chantal loslachen und bei Edith Lumen Melosine denken, dass das eine Strafe ist. Geschweige denn, sich die neuen Namenskreationen alle merken zu können.

„Kinder“, da müsst ihr stark sein.

Zu meiner Zeit, genauer gesagt vor rd. 27 Jahren, als ich mit der Namensfindung beschäftigt war, machte man sich zur Vornamensfindung weit weniger kreative Gedanken. Mir persönlich war schon damals unglaublich wichtig, dass man den Namen nicht verunstalten und zum Spott verwenden kann. Für Kinder ist das nämlich ganz schrecklich. Honk ist ein schönes Beispiel dafür. Auch diesen Namen habe ich in der Liste der „neuen“ Vornamen entdeckt. Bisher war Honk für mich das Synonym für Trottel oder Dumpfbacke; ein Honk eben. Anders gesagt: ein Hauptschüler Ohne Nennenswerte Kenntnisse, wie es auf wiktionary (https://de.wiktionary.org/wiki/Honk) unter Herkunft auch heißt. In Englisch heißt honk hupen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Ein weiterer Aspekt war die internationale „Verwendbarkeit“; d.h. den Namen in anderen Sprachen ebenso als Vornamen zu erkennen und ihn aussprechen zu können. Gerade heute, wo die globale Denke immer stärker wird, Menschen ihren Arbeitsplatz nicht mehr nur auf nationalem Terrain finden und man in Berlin mancherorts nur noch in Englisch sein Essen bestellen kann, ist dieser Aspekt nicht von der Hand zu weisen.

Als so called Best-Ager-Tante sage ich das weder mit erhobenem Zeigefinger, noch um irgendjemanden wegen seines Namens oder dem -geber auf die Füße zu steigen. Und ganz ehrlich: es zählt sowieso nur der Mensch. Für seinen Namen kann er ja nichts. Außer ggf. für eine ebenso hübsche Nachnamens-Kette….

Es ist also weder eines der drängenden Probleme der Zeit, noch messe ich dem Thema eine besondere Wichtigkeit zu. Trotzdem lohnt es sich, ein paar heitere Gedanken dazu los zu werden und für eine gewisse „Anregung“ zu sorgen. Die Aufgaben, die nach der Namensgebung auf Eltern zukommen sind durchaus gewichtiger. Ich werde noch darauf zu „schreiben“ kommen!

In diesem Sinne mein durchaus lieb gemeinter Rat an alle werdenden Eltern: macht eure Kinder mit einem menschlichen Namen glücklich(er)!

Die Autorin Renate Zott

Renate Zott wohnt in Frankfurt am Main und ist aktive Kämpferin für ein positives Altersbild. Renate Zott, erst Versicherungs-Maklerin und jetzt Managerin einer Haustechnik-Firma, ist verheiratet und Mutter eines erwachsenen Sohnes.

Renate Zott ist Botschafterin des Bundesverband Initiative 50Plus und Kreis-Geschäftsführerin des BVI50Plus in Frankfurt am Main.

Sie betreibt den Blog www.topagemodel.de.

Renate Zott ist auch bei Facebook und Instagram.


Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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