Auto-Test 50Plus: KIA Sportage – der Schöne

Mobil 50Plus: KIA Sportage – der Schöne

Eingefleischten Liebhabern deutscher Auto-Modelle gilt KIA als oft noch als nicht akzeptabel. Das ist ein Fehler, denn KIA hat nicht nur in der Verarbeitung und Leistung mächtig zugelegt, sondern auch – und das ist sichtbar – im Design. KIA ist schick!

Verantwortlich ist dafür der Kia-Chefdesigner Peter Schreyer, der eben mit einem renommiertem US-Designpreis ausgezeichnet wurde. Der deutsche Designer, der früher bei AUDI tätig war, erhielt bei der Verleihung der „EyesOn Design“-Preise den „Lifetime Design Achievement Award“ für die Revolutionierung des Kia-Designs, das seit 2006 Schreyers Handschrift trägt.

SUV mit “Wow-Gefühl”

Gerade läuft die FIFA-WM in Brasilien und KIA ist einer der Sponsoren. So taucht in TV-Spots immer wieder das Modell Sportage auf. OK. Wenn man aber den Wagen selbst sieht hat man sofort ein „Wow-Gefühl“. Ungewöhnlich schick, kompakt, einfach ansehnlich. Und das auch im Vergleich zu manch deutschem Modell…

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50Plus-Handling

Wie ist es, wenn man als 50Plus-Mensch das Auto bewegt? Wir haben den KIA Sportage 1,7 CRDi 2WD getestet. Autobahn, Landstrasse, Stadtverkehr, enge Kurven: wie macht sich der Wagen, ist er handlich und gut zu handhaben?

Platzangebot

Erster Eindruck: der Einstieg ist angenehm und bequem.

Platz bietet der Sportage vorne genug. Für Menschen, die über 1,85 Meter groß sind, wird es in der ersten Reihe um den Kopf herum etwas eng. Hinten allerdings schaut die Sache schon besser aus: Auf der Rückbank geht es geräumig zu.

Als Transporter von Einkauf und Reisegepäck macht er eine gute Figur, da die Ladekante recht niedrig ist. Die Heckklappe ist so gut gelagert, dass sie mit geringem Kraftaufwand auf- und zuschwingt – gut für den Wochenend-Einkauf geeignet. Das Umlegen der teilbaren Rückbank gelingt dank der Zugschlaufen bequem und schnell, allerdings wünschten wir uns eine ebene Ladefläche – die des Sportage weist einen kleinen Winkel in Richtung der Vordersitze auf.

Innenraum

Im Innenraum geht es betont sachlich zu. Das obere Armaturenbrett verleiht der sonstigen Hartplastik-Landschaft einen Hauch Schick. Serienmäßig sind eine manuelle Klimaanlage und eine Einparkhilfe hinten. Die Bedienung ist einfach und selbst Kia-Unkundige finden sich sofort zurecht. Wir hätten uns über bessere Kontraste beim Bord-Computer und Radio gefreut. Dunkelrot auf schwarzem Hintergrund ist nicht optimal…

Laufruhe

Aufgrund der effektiven Geräuschdämmung präsentiert sich der Motor sehr zurückhaltend, erst bei höheren Drehzahlen dringt ein angenehm kerniges Brummen in den Innenraum vor. Den Diesel erkennt man aber schon von weitem…

Fahrkomfort

Über lange Bodenwellen wankt er steifbeinig hinweg und reicht Querfugen ungefiltert bis in die Sitzpolster durch. Eine Fahrt über die maroden Berliner Strassen entwickelte sich da zum kleinen Abenteuer. Chiropraktiker werden den Wagen empfehlen…

Ansonsten lohnt es sich, mit dem Sportage zu cruisen. Sportliche Fahrten und „Kavalierstarts“ sind eh blöd und machen sich auch sofort im Verbrauch bemerkbar.

Preis & Leistung

Der Kia Sportage kostet etliche tausend Euro weniger als vergleichbare Autos und bietet ungewöhnlich weitreichende Garantieleistungen. Das sorgt bei der Konkurrenz für schnellere Herzfrequenz.

Plus&Minus

Plus:

+ Design

+ Einstiegskomfort

+ Platzangebot

Minus:

– Kontraste der Bedienelemente

– Fahrwerk

Fazit

Wer wenig Wert darauf legt, mit einer Marke seinen Nachbarn neidisch zu machen, sondern gediegen und mit einem etwas anderen Modell von A nach B kommen will, ist mit dem KIA Sportage mehr als gut bedient.

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