Mobilität ist ein Grundbedürfnis für alle Bürger- die SPD in Berlin will sie abschaffen

Einwurf von Uwe-Matthias Müller

Mobilität kann man mit Fug und Recht als die Errungenschaft des 20. Jahrhunderts bezeichnen. Unsere Großelteren haben vielleicht davon geträumt, von Berlin nach München zu fahren, einmal Urlaub in Italien oder Portugal zu machen und die Kultur fremder Länder via Kreuzfahrtschiff kennen zu lernen. Für die Menschen des 21. Jahrhunderts in unseren Breitengraden sind das völlig normale Dinge, die eigentlich nur durch den eigenen Geldbeutel limitiert werden.

Die SPD in Berlin will die Mobilität der Bürger zuteilen

Werfen wir einen Blick zurück. In den 60ger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde der Norddeutsche Bund geschaffen, dessen ein Ziel die Freizügigkeit im damaligen Bundesgebiet war. 1949 – mit Gründung der Bundesrepublik Deutschland – wurden die Grenzen der 3 Besatzungszonen im Westen Deutschlands aufgehoben und eine Fahrt von Hamburg nach München wieder ohne Probleme möglich. 1989 fiel die Mauer in Berlin und die innerdeutsche Grenze und nun konnten auch die Bürger der ehemaligen DDR Bayern und den Rest der Welt erkunden. Seit 1995 gilt das Schengen-Abkommen, das Reise-Freizügigkeit in den teilnehmenden EU-Staaten garantiert.

Heute ist es also möglich, zu Fuß, mit dem Rad, per Auto, der Bahn oder dem Flugzeug für oftmals kleines Geld die Welt zu erkunden. Das ist auch gut so und jeder verantwortliche Bürger wird mit seinem Recht behutsam umgehen und auch auf Nachhaltigkeit und den Schutz der Natur achten.

Umso erstaunlicher mutet da ein Vorstoß der SPD in Berlin an, die fordert, den Flugverkehr nicht weiter auszubauen, sondern auf dem jetzigen Stand einzufrieren. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Wenn man unterstellt, dass mit diesem absurden Vorschlag nicht die Never-Ending-Peinlich-Story des Baus – oder eben Nicht-Baus – des neuen Berliner Flughafens kaschiert werden soll (der übrigens schon bei der Planung 2004 viel zu klein dimensioniert war), dann ist dieser Vorschlag der SPD eine weitere Maßregelung für die Bürger, die PER FLUGZEUG ihre Kenntnis von Mensch und Natur außerhalb Berlins erweitern wollen.

Und dies trifft dann vor allem die Generation 50Plus, die als besonders neugierig und reisefreudig gilt.

 

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