ÖBB beweist: Nachtzüge sind profitabel

Im Herbst letzten Jahres stellte die Deutsche Bahn ihr Angebot der Nachtreise-Züge ein. Laut Deutscher Bahn war das Angebot nicht profitabel, die Anschaffung neuer Waggons zu teuer und die Nachfrage bei Reisenden zu gering. Der Bundesverband Initiative 50Plus hatte 2016 eine Kampagne „Autoreisezug retten!“ gestartet, deren Petition in kürzester Zeit auch von 2.000 Bürgern unterstützt wurde. Ziel war es, die Deutsche Bahn zu einem Umdenken zu bewegen, da vor allem Reisende 50Plus aus Gründen des Umweltschutzes und des Komforts das Reisen in der Nacht mit den Autoreisezügen geschätzt hatten. Wie gesagt, genutzt hat das nichts. (BESZEIT-PLUS berichtete: „Autoreisezug retten“: Online-Petition mit bereits mehr als 2.000 Unterstützern/ Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags.)

In die Bresche sprang im Dezember 2016 die staatliche ÖBB. Das Unternehmen aus Österreich bietet seitdem mit „Nightjet“ ein Schlafwagen-Angebot, das offensichtlich von den Reisenden angenommen wird.

Das erste Jahr werde voraussichtlich mit rund 1,4 Millionen Nachtreisenden abgeschlossen, so sagte der Leiter des ÖBB-Fernverkehrs, Kurt Bauer, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Damit sei die Erwartung erfüllt und beim Finanzergebnis sogar übertroffen worden. Die ÖBB mache mit dem Angebot Gewinn, eine Zahl nannte Bauer nicht. Die Nightjet-Züge durch Deutschland sind nach Bauers Worten im Durchschnitt zu 60 Prozent ausgelastet. Besonders beliebt sei die Strecke Zürich-Berlin-Hamburg, dort würden täglich Züge mit drei Schlafwagen eingesetzt.


Bilder: ÖBB

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