Rente: DIW-Experte bezweifelt Nachhaltigkeit des Rentensystems

Auf der aktuellen Basis wird die Rente nicht halten. Die sogenannte doppelte Haltelinie – Festschreibung des Rentenniveaus und Beibehaltung der Rentenbeitragshöhe sei konjunkturabhängig. Schon heute könne man nicht mehr von einer umlagefinanzierten Altersversorgung sprechen, da etwa ein Drittel der Renten durch Steuern finanziert seien. Das sagte der Renten-Experte des DIW, Johannes Geyer, in einem Interview dem Deutschlandfunk.

Dr. Johannes Geyer, DIW

Die Pläne der CDU, CSU und SPD, die diese in ihrem Sondierungs-Papier zur Bildung einer neuen Bundesregierung (#GroKo) formuliert haben, bis 2025 das aktuelle Renten- und Beitragsniveau zu halten, hält Geyer für realistisch, wenn die Konjunktur und damit die Steuereinnahmen sich weiter so entwickeln, wie prognostiziert. Danach – also nach 2025 – sei das Rentenniveau und die Rentenbeitrags-Höhe allerdings nur zu halten, wenn gleichzeitig mit dem Renteneintritt der sogenannten Baby-Boomer mehr Bürger, z.B. Selbständige und Freiberufler in das Rentensystem einzahlten.

Gleichzeitig dürfe bei gestiegener Lebenserwartung die Rentenbezugsdauer nicht auch weiter steigen. Dazu müsse das Renteneintrittsalter flexibilisiert oder gegebenfalls auch erhöht werden.

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