Traumstart als Unternehmerin

Immer mehr Menschen jenseits der 50 suchen eine neue Herausforderung. Der Schritt in die Selbständigkeit nach Jahrzehnten als Mitarbeiter in einem Unternehmen ist nicht leicht – und kann doch gelingen. BESTZEIT-PLUS zeigt in einer losen Reihe einige Erfolgs-Geschichten. Heute: Marion Heimerl.

Marion Heimerl ist keine Vertrieblerin, sagt sie über sich selbst. Zahlen interessieren sie nicht über Gebühr. Dabei sind es unter anderem die starken Zahlen, die für die 46-Jährige sprechen. Denn sie untermauern ihren wirtschaftlichen Erfolg. Und der hat sich bei Marion Heimerl rasch eingestellt. Vor zwei Jahren machte sich die Bayerin als Franchise-Unternehmerin bei PROMEDICA PLUS selbstständig. Seither vermittelt sie erfolgreich osteuropäische Betreuungskräfte in die Region Landshut. Vor allem deshalb, weil ihr die Arbeit mit Senioren und Angehörigen Spaß macht.

Günstige Ausgangssituation genutzt

Der Start in die Selbstständigkeit verlief für Marion Heimerl nach Maß. „Nach vielen Jahren als Angestellte war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Eine Freundin erzählte von ihrer Arbeit als Franchisepartnerin. Das Konzept überzeugte mich.“ So entschloss sich die Mutter von zwei Teenagern einen Neustart zu wagen. Und dabei hatte sie unverhofftes Glück: Denn in der Region Landshut gab es zu diesem Zeitpunkt keinen Wettbewerber im Bereich der häuslichen Betreuung. „Die Nachfrage war groß, das Angebot eigentlich nicht vorhanden“, beschreibt Heimerl die Ausgangslage.

Vertrauen entsteht im Gespräch

Marion Heimerl liebt ihre Selbständigkeit

Doch auf ihr Glück allein wollte sich Heimerl nicht verlassen. Den Gründerzuschuss der Agentur für Arbeit investierte sie in eine große Eröffnungsanzeige in der lokalen Zeitung. Die Resonanz war positiv. Angehörige riefen an und baten um ein Beratungsgespräch. Mit Erfolg: Viele entschieden sich anschließend für eine häusliche Betreuungskraft. „Die Abschlussquote ist dank der umfassenden Beratung bei PROMEDICA PLUS sehr hoch“, sagt Heimerl. „Den Menschen ist der persönliche Kontakt wichtig. Besonders, wenn es um so intime Themen wie Pflege und Betreuung geht. Vertrauen entsteht eben nur im Gespräch.“

Keine Woche wie die andere

Beratungsgespräche führt Heimerl viele – mit Angehörigen, Patienten, Betreuungskräften aber auch mit Multiplikatoren. „Ein großes Netzwerk ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor“, sagt sie. Dieses zu pflegen erfordert neben kommunikativem auch organisatorisches Geschick. Keine Woche ist wie die andere. Termine ergeben sich häufig kurzfristig. Dann ist Flexibilität gefragt. Für die 46-Jährige ist das kein Problem. „Abends mal noch ein Telefonat zu führen oder samstags bei einem Patienten vorbeischauen, das gehört eben dazu. Dafür kann ich mir zwischendurch mal eine Pause gönnen.“

Mitarbeiter händeringend gesucht

Vor einer Herausforderung steht Heimerl dennoch: Mit rund 35 Kunden ist die kapazitäre Grenze bald erreicht. Deshalb denkt sie darüber nach, einen Mitarbeiter einzustellen. Das Geschäft läuft für Marion Heimerl. Und so soll es bleiben. Auch deshalb, weil sie mit großer Freude bei der Sache ist. „Ob ich am Jahresende 40, 60 oder 80 Verträge abgeschlossen habe, ist für mich nicht entscheidend“, sagt sie. „Die Dankbarkeit, die ich von Angehörigen und Senioren immer wieder erfahre, bedeutet mir viel mehr.“ Und davon möchte sie etwas zurückgeben.

Begleiterin im Lebensabend

Um ihre Kunden bis in den Lebensabend hinein begleiten zu können, absolviert Heimerl neben ihrer Arbeit als Franchisepartnerin eine Ausbildung zur Demenzexpertin und Hospizbegleiterin. Schon jetzt begleitet sie ehrenamtlich Menschen, die tödlich erkrankt sind, und hilft ihnen dabei, Ängste zu überwinden. Erfahrungen, die ihr auch im Alltag als Franchisepartnerin weiterhelfen – in Gespräche mit Senioren und Angehörigen. „Zuhören und verstehen – darauf kommt es an“, sagt Heimerl. Und die Zahlen geben ihr Recht. Auch wenn sie ihnen wenig Beachtung schenkt.

1 Kommentar zu "Traumstart als Unternehmerin"

  1. Tolle Erfolgsgeschichte!! Respekt und Gratulation!

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