Umfrage: Besserverdiener und Ältere wählen GroKo

Im aktuellen INSA-Wählerspektrum gewinnt die Union an sicheren und wahrscheinlichen Stimmen, verliert aber etwas an möglichen Stimmen. Die SPD gewinnt an Stimmen in allen drei Kategorien. Die AfD hingegen verliert sowohl an sicheren und wahrscheinlichen Stimmen, als auch deutlich an möglichen Stimmen. Im Vergleich zur Vorwoche gibt es bei der FDP keine Veränderung der sicheren oder wahrscheinlichen Stimmen, bei den möglichen Stimmen kann sie jedoch einen Stimmenzuwachs verzeichnen. Die Linke verliert wie die AfD Stimmen in allen drei Kategorien. Die Grünen erzielen geringfügige Stimmenzuwächse bei den sicheren, wahrscheinlichen und möglichen Stimmen.

Die Studie erfragte auch, ob die Wähler im Hinblick auf den derzeitigen Stand der Regierungsbildung dafür sind, dass in der Bundesregierung eine Große Koalition gebildet wird – unabhängig davon, was sie sich wünschen. In dieser Frage ist man zwiegespalten. Knapp ein Drittel der Befragten (32 %) spricht sich für eine Große Koalition aus. Ebenso ist aber auch etwa ein Drittel der Befragten (33 %) gegen die Bildung einer Großen Koalition. Ein Viertel (25 %) weiß nicht, ob es eine solche Regierung geben soll. Unter diesen sind Frauen mit 32 Prozent deutlich stärker vertreten als Männer (18 %). Jeder Zehnte (10 %) macht keine Angabe.

Betrachtet man das Alter der Befragten, zeigt sich, dass mit steigendem Alter auch tendenziell die Befürwortung der Bildung einer Großen Koalition zunimmt. Die Ausnahme stellen die 35- bis 44-Jährigen dar, deren Anteil an Befürwortern geringfügig kleiner ausfällt (26 %) als bei den 25- bis 34-Jährigen (27 %). Ansonsten gibt es eine mit steigendem Alter kontinuierliche Zunahme. Sprechen sich unter den 18- bis 24-Jährigen nur ein Fünftel der Befragten (20 %) für eine schwarz-rote Regierung aus, sind es bei den 45- bis 54-Jährigen 31 Prozent und bei den 55- bis 64-Jährigen 38 Prozent. Bei den über 64-Jährigen steigt der Anteil auf 42 Prozent. 

Beim Blick auf das Haushaltsnettoeinkommen der Befragten zeigt sich, dass mit steigendem Einkommen auch die Zustimmung zu einer großen Koalition zunimmt. Stimmen unter den Befragten mit weniger als 1.000 Euro Haushaltsnettoeinkommen nur knapp ein Viertel (24 %) einer Regierung aus CDU/CSU und SPD zu, sind es unter den Befragten mit über 4.000 Euro Haushaltsnettoeinkommen 45 Prozent. Bei der Einkommensgruppe 1.000 Euro bis unter 2.000 Euro sind es 28 Prozent, bei der Gruppe 2.000 Euro bis unter 3.000 Euro sind es 36 Prozent und bei der Gruppe 3.000 Euro bis unter 4.000 Euro sind es 40 Prozent der Befragten, die einer Großen Koalition zustimmen.

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