Umfrage: Deutsche blicken skeptisch in die Zukunft

Das Demoskopie-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus – befragte die Deutschen nach Ihrer Einschätzung der Gegenwart und der Zukunft. Die Ergebnisse stimmen nachdenklich. Denn obwohl es Deutschland im Ganzen gut geht, fühlen sich viele Befragte abgehängt und blicken mit Skepsis in die Zukunft.

Um den Blick der Befragten auf das neue Jahr zu erfassen, wurde abgefragt, was sie im Hinblick auf verschiedene Themen im neuen Jahr erwarten. Vor allem im Hinblick auf die „Wohnsituation“ und die „Zufriedenheit in der Familie“ blickt ein Großteil der Befragten (jeweils 77 %) optimistisch in die Zukunft. Etwas weniger zuversichtlich sind sie im Hinblick auf die gesundheitliche Situation, hier geben 64 Prozent der Befragten optimistisch an. Ähnlich verhält es sich mit der „finanziellen Situation“ (63 %). Am wenigsten optimistisch sind die Befragten im Hinblick auf ihre „berufliche Entwicklung“. Nur jeder Zweite gibt an, diese optimistisch zu sehen (50 %). 

Beim Blick auf Deutschland sind die meisten Befragten (62 %) hinsichtlich der „wirtschaftlichen Entwicklung“ optimistisch. Auch „Lebensstandard und Zufriedenheit“ werden zuversichtlich gesehen, 56 Prozent geben dies an. Am negativsten wird der „Zustand der Umwelt“ gesehen, 65 Prozent sehen dies pessimistisch. Auch die Aspekte „Gerechtigkeit und Chancengleichheit“ (61 %), „Sicherheit im öffentlichen Raum“ und „Bürgerrechte und Datenschutz“ (jeweils 59 %) werden ähnlich pessimistisch gesehen. Auffällig ist, dass der Anteil der Befragten, welche im Hinblick auf den „Zustand der Infrastruktur“ optimistisch sind, dem derer, welche dies pessimistisch sehen, entspricht. Beide Anteile betragen rund 46 Prozent.

Um die Zufriedenheit mit dem Jahr 2017 zu erahnen, hat INSA gefragt, ob sich die Wünsche der Befragten für das vergangene Jahr erfüllt haben. 45 Prozent der Befragten geben an, dass dies nicht der Fall ist. Dies trifft eher auf Frauen (47 %) als auf Männer (43 %) zu. Im Gegenzug stimmen 38 Prozent der Befragten zu, dass sich Ihre Wünsche für 2017 erfüllt haben, der Anteil der Männer ist hierbei mit 40 Prozent vier Prozentpunkte höher als der der weiblichen Befragten (36 %). Im Hinblick auf die Befragten, welche die Antwortmöglichkeit „weiß nicht“ wählen oder keine Angabe machen (17 %, kumuliert), zeigen sich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede.

Betrachtet man nun die Antworten im Hinblick auf Altersgruppen, zeigt sich, dass sich vor allem die Wünsche der 18- bis 29-Jährigen im vergangenen Jahr nicht erfüllt haben – 47 Prozent geben dies an. Im Umkehrschluss stellen Befragte diesen Alters auch die Gruppe dar, welche am seltensten angibt, dass sich ihre Wünsche erfüllt haben. Am häufigsten geben die 30- bis 39-Jährigen mit 42 Prozent an, dass sich ihre Wünsche für 2017 erfüllt haben.

Beim Blick auf den Wohnort der Befragten zeigt sich, dass sich die Wünsche eher bei den Ostdeutschen erfüllt haben (41 %) als bei den Westdeutschen (37 %). 45 Prozent der Westdeutschen, welche angeben, dass sich ihre Wünsche nicht erfüllt haben. Der Anteil der Ostdeutschen liegt mit 44 Prozent nur knapp darunter.

Der Aussage, dass sie im Moment zuversichtlicher in 2018 blickten, als sie ein Jahr letztes Jahr ins Jahr 2017  geblickt haben, stimmt die Mehrheit der Befragten (51 %) nicht zu. Vor allem weibliche Befragte sehen dies nicht so, ihr Anteil an dieser Gruppe beträgt 53 Prozent, der der Männer 49 Prozent. Im Gegenzug blicken 38 Prozent der Männer 2017 optimistischer in 2018 als ein Jahr zuvor in 2017. Bei den Frauen beträgt dieser Anteil 30 Prozent. 13 Prozent (kumuliert) der befragten Männer, respektive 17 Prozent der befragten Frauen geben „weiß nicht“ an oder machen keine Angabe.

In Bezug auf das Alter der Befragten zeigt sich, dass vor allem die jüngere Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen (50 %) optimistischer in das Jahr 2018 blickt, als noch vor einem Jahr in das Jahr 2017. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der Personen, die zuversichtlicher in das nächste Jahr blicken, kontinuierlich ab.

Im Gegenzug dazu geben überwiegend die älteren Altersgruppen an, in das Jahr 2018 nicht zuversichtlicher zu schauen als in das Jahr 2017. Dies ist bei 67 Prozent der ab 60-Jährigen und 57 Prozent der 50- bis 59-Jährigen der Fall.

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