Umfrage: Die Stimmung ist für die Union schlecht

Verschiedene politische Ereignisse haben verschiedene Auswirkungen auf die Stimmung für oder gegen die Parteien. Das Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) fragt deswegen regelmäßig im INSA-Meinungstrend:

„Bitte denken Sie an die allgemeine Stimmung der vergangenen Woche in der deutschen Bevölkerung: Wie schätzen Sie die vorherrschende Stimmungslage in Bezug auf die folgenden Parteien ein?“

Antwortoptionen: sehr positive Stimmung, eher positive Stimmung, neutrale Stimmung, eher negative Stimmung, sehr negative Stimmung, weiß nicht, keine Angabe.

Berechnet man für die Antworten zu den einzelnen Parteien jeweils einen Mittelwert zwischen + 2 (positive Stimmung) 0 (neutrale Stimmung) und -2 (negative Stimmung), erkennt man, dass über die vergangenen acht Wochen hinweg die Stimmung für alle Parteien zugenommen hat. Zwar wird die Stimmung insgesamt weiterhin als negativ eingeschätzt, jedoch konnte zwischen Ende Juni und Anfang Juli ein deutlicher Anstieg der Stimmung bei allen Parteien außer der CDU/CSU beobachtet werden.

Die Unionsparteien erholen sich nur langsam nach ihrem deutlichen Stimmungseinbruch der letzten Wochen. Am 04. Juni lag die Union noch mit dem höchsten Mittelwert an erster Stelle und ist aktuell an letzter Position.

Den stärksten sprunghaften Anstieg konnte die AfD verzeichnen, der die Partei nun an zweiter Stelle hinsichtlich der Stimmung sieht.

An erster Stelle stehen die Grünen, auch wenn die Stimmung im Vergleich zur Vorwoche leicht abnimmt.

Die „Sonntagsfrage“ und das Potential der Parteien 

Die CDU/CSU und die AfD bleiben diese Woche unverändert, lediglich ihr Potential erhöht sich um jeweils einen Prozentpunkt.

Die SPD verbessert sich um einen Prozentpunkt, da der Anteil der sicheren Stimmen um einen Zähler steigt. Das Potential der SPD sinkt um einen Prozentpunkt.

Die FDP verschlechtert sich in der Sonntagsfrage um einen halben Prozentpunkt, auch das Wählerpotential sinkt um einen Prozentpunkt.

Die Linke baut den Anteil ihrer sicheren Stimmen um einen Prozentpunkt aus und verbessert sich insgesamt um einen halben Prozentpunkt, ihr Potential sinkt um einen Prozentpunkt.

Das Bündnis 90/Die Grünen verschlechtern sich um einen Prozentpunkt, ihr Potential steigt um einen Prozentpunkt.

Der Anteil derer, die sich grundsätzlich nicht vorstellen können eine bestimmte Partei zu wählen, steigt bei AfD und FDP um jeweils drei Prozentpunkte. Bei der CDU/CSU sind es zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche, bei den Grünen einer.

Hermann Binkert (INSA) analysiert die Stimmungs-Lage in Deutschland

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