Umfrage: Wenn gestern Bundestagswahl gewesen wäre… 11.3.2018

In der aktuellen INSA-Sonntagsfrage erreicht die CDU/CSU 33 Prozent und ist mit großem Abstand stärkste Kraft. Die SPD erreicht 15 Prozent, ebenso viel wie die AfD (15 %). Es folgen die Linkspartei (12 %) und Bündnis 90/Die Grünen (12 %). Zehn Prozent geben an, ihr Kreuz bei der FDP machen zu wollen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären.

Zusätzlich wollte INSA von den Befragten, die bei der Sonntagsfrage eine Parteipräferenz nennen, auch wissen, welche der Parteien sie sich neben ihrer ersten Präferenz grundsätzlich auch vorstellen können zu wählen und die Wahl welcher Parteien sie sich grundsätzlich gar nicht vorstellen können.

16 Prozent geben an, dass sie sich auch vorstellen können, die Unionsparteien zu wählen. Somit ergibt sich für CDU/CSU – zusammen mit den 33 Prozent bei der Sonntagsfrage – insgesamt ein Potential von 49 Prozent. 22 Prozent der Befragten gibt an, sich grundsätzlich gar nicht vorstellen zu können, der Union die Stimme zu geben. Bei der SPD ist dieser Anteil etwas geringer: Jeder Fünfte kann sich eine SPD-Wahl grundsätzlich gar nicht vorstellen (20 %). Weitere 23 Prozent der Befragten können sich grundsätzlich aber auch vorstellen, die SPD zu wählen. Gemeinsam mit den 15 Prozent für die Sozialdemokraten bei der Sonntagsfrage ergibt dies ein Potential von 38 Prozent.

Bei der AfD ist der Anteil derer, die sich grundsätzlich gar nicht vorstellen können, sie zu wählen, mit Abstand am größten: 60 Prozent der Befragten geben dies an. Zusätzlich zu den 15 Prozent der Befragten, die die AfD derzeit bei einer Bundestagswahl wählen würden, können sich dies weitere sechs Prozent der Befragten grundsätzlich auch vorstellen. Dies ergibt ein Potential von 21 Prozent für die AfD. Die FDP, die bei der Sonntagsfrage aktuell zehn Prozent erreicht, weist eine hohe Zahl an potentiellen Wählern auf: 24 Prozent der Befragten können sich grundsätzlich auch vorstellen, ihr Kreuz bei der FDP zu machen. Ihr Gesamt-Potential liegt somit bei 34 Prozent. 17 Prozent können sich grundsätzlich gar nicht vorstellen, die FDP zu wählen. Das ist der geringste Wert der im Bundestag vertretenen Parteien.

Bei der Linkspartei kommen zu den zwölf Prozent, die die Partei bei der Sonntagsfrage nennen, weitere zwölf Prozent, die sich grundsätzlich vorstellen können, sie zu wählen. Das Potential der Linkspartei liegt also bei knapp einem Viertel der Befragten (24 %). Ein weiteres Drittel kann sich aber grundsätzlich gar nicht vorstellen, eine Stimme für die Linkspartei abzugeben (33 %). Dieser Anteil ist bei den Grünen sieben Prozentpunkte kleiner (26 %). 18 Prozent der Befragten können sich jedoch grundsätzlich vorstellen, die Grünen zu wählen, würden dies bei einer Wahl am kommenden Sonntag aber nicht tun. Zusammen mit den zwölf Prozent, die die Grünen bei der aktuellen Sonntagsfrage erreichen, ergibt sich ein Potential von 30 Prozent für Bündnis 90/Die Grünen.

Analyse zur Sonntagsfrage von Hermann Binkert im 50PlusFernsehen

Was ist die Meinung der Befragten zur Diskussion um die Essener Tafel?

Die Entscheidung der Essener Tafel, vorerst nur noch deutsche Staatsangehörige aufzunehmen, hat zu kontroversen Diskussionen geführt. Wir wollten von den Befragten wissen, wie sie zu dieser Entscheidung stehen. 58 Prozent der Umfrageteilnehmer finden die Entscheidung der Essener Tafel richtig. Dieser Anteil ist bei Männern höher (61 %) als bei Frauen (54 %). 27 Prozent der Befragten finden es nicht richtig, dass die Tafel in Essen entschieden hat, vorerst nur noch Inhaber eines deutschen Passes aufzunehmen. Hier zeigen sich nur marginale Geschlechtsunterschiede.

Mehrheitlich finden die Befragten aller Altersgruppen die Entscheidung der Essener Tafel richtig. Mit dem Alter steigt die Zustimmung zur Entscheidung (von 50 % der 18- bis 29-Jährigen auf 68 % der 50- bis 59-Jährigen). Bei Befragten ab 60 Jahren sinkt der Anteil der Befragten, welche die Entscheidung richtig finden wieder auf 55 Prozent. Die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Entscheidung der Tafel findet mehr als die Hälfte der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren berechtigt (52 %). In den restlichen Altersgruppen sind jeweils diejenigen in der Mehrheit, die die Kritik für unberechtigt halten.

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