Umfrage: Wenn gestern Bundestagswahl gewesen wäre… 18.3.2018 – Und: soll Trump mit Kim verhandeln?

Die aktuelle Sonntagsfrage von INSA – einem Partner des Bundesverband Initiative 50Plus – zeigt überraschende Ergebnisse. Die Stimmung gegenüber Angela Merkel ist frostig. Und: die Befragten sind skeptisch gegenüber US-Präsident Donald Trump und seinen diplomatischen Fähigkeiten.

Die CDU/CSU erreicht in allen Bereichen die höchsten Werte. Sie erlangt 32 Prozent bei den wahrscheinlichen Stimmen. Bei den sicheren Stimmen kommt sie auf 26,5 Prozent und bei den möglichen Stimmen auf 37 Prozent. Die SPD liegt in allen Bereichen vor der AfD und ist somit zweitstärkste Kraft. Sie hat derzeit ein Potential von 23,5 Prozent. Sicher sind ihr 14 Prozent der Stimmen und der Wert an wahrscheinlichen Stimmen liegt bei 17,5 Prozent. Die AfD liegt in allen Bereichen an dritter Stelle. 12,5 Prozent der Stimmen sind ihr sicher und der Anteil an wahrscheinlichen Stimmen liegt bei 15 Prozent. Das Potential der AfD beträgt aktuell 18 Prozent. Die FDP kommt auf 7,5 Prozent sichere Stimmen. Bei den wahrscheinlichen Stimmen erreicht sie 9,5 Prozent und bei den möglichen Stimmen 14,5 Prozent. Die Linke und das Bündnis 90/Die Grünen liegen in allen Bereichen vor der FDP. Die Linkspartei kommt auf ein Potential von 16 Prozent. Sie erreicht zwölf Prozent bei den wahrscheinlichen und neun Prozent bei den sicheren Stimmen. Die Grünen liegen bei den sicheren Stimmen bei acht Prozent. Sie kommen auf elf Prozent wahrscheinliche Stimmen und 16,5 Prozent mögliche Stimmen.

Wie stehen die Befragten zur Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrer vierten Amtsperiode und hat sich im Vergleich zur vergangenen Zeit etwas an ihrer Bewertung geändert?

Am Mittwoch vergangener Woche wurde Angela Merkel im Bundestag zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt. INSA wollte von den Befragten wissen, wie sie ganz allgemein zu Angela Merkel standen bzw. aktuell stehen und was ihre Meinung zu Frau Merkels vierter Amtsperiode ist. Die Befragung wurde wie folgt eingeleitet: „Am 14. März wird Angela Merkel voraussichtlich vom Deutschen Bundestag zur Kanzlerin gewählt. Damit würde ihre vierte Amtsperiode beginnen. Wie standen bzw. stehen Sie persönlich ganz allgemein zu Angela Merkel und wie stehen Sie zu ihrer kommenden Amtsperiode?“

Gut die Hälfte der Befragten fand Angela Merkel in der Vergangenheit gut (53 %). 37 Prozent geben hingegen an, dass sie Frau Merkel in der Vergangenheit schlecht fanden. Bei der aktuellen Bewertung hat sich dieses Verhältnis umgekehrt. 53 Prozent der Befragten geben an, dass sie Kanzlerin Merkel aktuell schlecht finden. 36 Prozent sagen das Gegenteil und finden Frau Merkel aktuell gut. Ähnlich ist das Bild bei der Meinung der Befragten zu der Tatsache, dass Angela Merkel eine vierte Amtsperiode als Bundeskanzlerin regiert. 34 Prozent finden dies gut, während gut jeder Zweite dies schlecht findet (53 %).

Wie urteilen die Befragten nach Partei-Präferenz?

Unions-Wähler

Nach Wahlverhalten betrachtet wird deutlich, dass die Wähler der CDU/CSU Angela Merkel am häufigsten gut finden und fanden. 90 Prozent der Unions-Wähler fanden sie in der Vergangenheit gut. Acht Prozentpunkte weniger von ihnen finden Frau Merkel auch aktuell gut (82 %). Dass Frau Merkel eine vierte Amtsperiode als Kanzlerin regiert, finden 78 Prozent der Unionswähler gut und 16 Prozent schlecht. 15 Prozent der Unions-Wähler finden Angela Merkel aktuell schlecht und sieben Prozent geben an, sie in der Vergangenheit schlecht gefunden zu haben.

SPD-Wähler

65 Prozent der Anhänger der SPD – Koalitionspartner der Union in der neugebildeten Regierung – finden es schlecht, dass Angela Merkel eine vierte Amtszeit regiert. 29 Prozent von ihnen finden dies gut. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der aktuellen Bewertung Merkels. Knapp jeder Dritte SPD-Wähler findet Frau Merkel aktuell gut (32 %). 61 Prozent geben das Gegenteil an. Demgegenüber geben 52 Prozent der SPD-Anhänger an, Angela Merkel in der Vergangenheit gut gefunden zu haben. 42 Prozent von ihnen fanden sie in der Vergangenheit schlecht.

FDP-Wähler

Bedeutende Veränderungen in der Bewertung Angela Merkels lassen sich bei den Anhängern der FDP beobachten. 63 Prozent von ihnen geben an, sie in er Vergangenheit gut gefunden zu haben. 36 Prozent fanden sie schlecht. Dieses Verhältnis ist umgekehrt, wenn man nach der aktuellen Bewertung von Angela Merkel fragt: 36 Prozent der FDP-Wähler geben an, die Kanzlerin aktuell gut zu finden; 63 Prozent finden sie aktuell schlecht. Dass Angela Merkel eine vierte Amtsperiode als Bundeskanzlerin regiert, finden 31 Prozent gut und 67 Prozent schlecht.

Grünen-Wähler

Bei allen drei Fragestellungen kommt Angela Merkel bei den Wählern der Grünen auf die zweitmeisten positiven Bewertungen. 70 Prozent von ihnen fanden sie in der Vergangenheit gut. 42 Prozent finden Frau Merkel aktuell gut und annähernd vier von zehn Grünen-Wählern finden es gut, dass Angela Merkel eine vierte Amtsperiode regiert (37 %). Während 26 Prozent der Grünen-Wähler Frau Merkel in der Vergangenheit schlecht fanden, gibt jeder Zweite von ihnen an, sie aktuell schlecht zu finden (50 %). 54 Prozent finden es schlecht, dass Angela Merkel eine vierte Amtsperiode regiert.

AfD-Wähler

Während 22 Prozent der AfD-Anhänger sagen, dass sie Kanzlerin Merkel in der Vergangenheit gut fanden, geben nur vier Prozent von ihnen an, sie aktuell gut zu finden. Drei Viertel dieser Gruppe sagen, sie fanden Angela Merkel in der Vergangenheit schlecht (75 %). Aktuell finden sie 94 Prozent der AfD-Anhänger schlecht. Dementsprechend finden es 93 Prozent der AfD-Wähler schlecht, dass Angela Merkel eine vierte Amtsperiode als Bundeskanzlerin regiert. Vier Prozent der AfD-Wähler bewerten das als gut.

Linke-Wähler

Bei allen drei Aussagen kommen bei den Wählern der AfD und der Linkspartei die meisten negativen Bewertungen vor. Gut drei Viertel der Anhänger der Linkspartei sagen, dass sie Angela Merkel aktuell schlecht finden (76 %). 20 Prozent von ihnen finden Frau Merkel aktuell gut. Ähnlich ist das Bild bei der Frage nach ihrer vierten Amtsperiode. 19 Prozent der Anhänger der Linkspartei finden es gut, dass sie eine vierte Amtsperiode regiert. 75 Prozent finden dies schlecht. 38 Prozent der Befragten, die aktuell die Linkspartei wählen würden, fanden Angela Merkel in der Vergangenheit gut. 59 Prozent geben das Gegenteil an.

Analyse der Sonntagsfrage von Hermann Binkert (INSA) im 50PlusFernsehen

Was ist die Meinung der Befragten zu den geplanten Gesprächen zwischen Nordkorea auf der einen und Südkorea beziehungsweise den USA auf der anderen Seite?

Der koreanischen Halbinsel wird derzeit in der Weltpolitik große Aufmerksamkeit zuteil. In das dauerhaft angespannte Verhältnis zwischen Nordkorea und Südkorea beziehungsweise dessen Verbündeten USA ist Bewegung gekommen. INSA wollte  von den Befragten also folgendes wissen:
„Ende April soll zwischen den Regierungen von Süd- und Nordkorea ein Gipfeltreffen stattfinden. Auch ein Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un soll stattfinden. 70 Prozent der Befragten finden es gut, dass es zu Gesprächen zwischen Süd- und Nordkorea kommen soll. Bei den Männern ist dieser Anteil höher (74 %) als bei den Frauen (66 %). Vier Prozent stimmen der Aussage nicht zu. Dieser Anteil ist bei Männern und Frauen identisch (4 %). Elf Prozent geben an, dass es ihnen egal ist, dass es zu Gesprächen zwischen Süd- und Nordkorea kommen soll.

Nach dem Alter der Befragten aufgeschlüsselt zeigt sich, dass 87 Prozent der ab 65-Jährigen es gut finden, dass es zu Gesprächen zwischen Süd- und Nordkorea kommen soll. Dieser Anteil nimmt mit sinkendem Alter ab. Die einzige Ausnahme bilden die 18- bis 24-Jährigen, von denen 57 Prozent der Aussage zustimmen. Dies ist ein Prozentpunkt mehr als bei den 25- bis 34-Jährigen (56 %). Fast jedem Fünften der 18- bis 24-Jährigen ist es egal, dass es zu Gesprächen zwischen Süd- und Nordkorea kommen soll (19 %). Dieser Wert sinkt mit zunehmendem Alter – mit Ausnahme der 35- bis 44-Jährigen, von denen es 16 Prozent egal ist. Bei den 25- bis 34-Jährigen liegt dieser Anteil bei 14 Prozent. Bei den ab 65-Jährigen geben nur vier Prozent an, dass ihnen egal ist, dass es zu Gesprächen zwischen Süd- und Nordkorea kommen soll.

39 Prozent der 18- bis 24-Jährigen finden es gut, dass es zu Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un kommen soll. Mit zunehmendem Alter steigt dieser Anteil. Von den ab 65-Jährigen stimmen 70 Prozent dieser Aussage zu. Der Anteil derer, die der Aussage nicht zustimmen, ist bei den 18- bis 24-Jährigen am höchsten (16 %). Die Werte der anderen Altersgruppen liegen hier zwischen neun Prozent bei den ab 65-Jährigen und 13 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen.

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