Wenn am Sonntag Bundestagswahl gewesen wäre…

… wäre die Union laut INSA – einem Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus)  – wieder stärkste politische Kraft in Deutschland, die #Groko käme aber nicht mehr auf die absolute Mehrheit der Wählerstimmen. Außerdem: interessante Zahlen über die Auffassung der Deutschen, ob Bundeskanzlerin Merkel die Interessen Deutschlands vertritt und zu möglichen Wahlkampfauftritten des türkischen Präsidenten Erdogan in Deutschland.

Die Union käme auf 31,5 Prozent der Stimmen, sicher sind ihr 24 Prozent. Zusätzlich können sich 13 Prozent der aktiven Wähler vorstellen, der Union ihre Stimme zu geben und 26 Prozent schließen dies grundsätzlich aus. Mit 18 Prozent der Stimmen liegt die SPD in der Sonntagsfrage an zweiter Stelle. Auch haben die Sozialdemokraten den zweitgrößten Anteil an sicheren Stimmen (15 %). Die SPD ist diejenige Partei, von der sich die Befragten am häufigsten vorstellen können, sie zu wählen, obwohl sie dies aktuell nicht tun (23 %). Außerdem ist der Anteil der Wähler, welche die SPD als Wahloption für sich grundsätzlich ausschließen mit 20 Prozent am geringsten.

Die AfD wiederum hat mit großem Abstand hierbei den größten Anteil: Zwei Drittel der Wähler können sich grundsätzlich nicht vorstellen, die AfD zu wählen (66 %). Durchaus vorstellen können sich dies vier Prozent, während 15,5 Prozent aktuell der AfD ihre Stimme geben würden. Der Anteil an sicheren Stimmen liegt bei zwölf Prozent.

 

Die FDP kommt auf 9,5 Prozent mit fünf Prozent an sicheren Stimmen, 19 Prozent an Befragten, für die die FDP in Frage kommt und 22 Prozent, die die FDP als Wahlmöglichkeit ausschließen.

Die Linkspartei kommt auf 10,5 Prozent der Stimmen mit sieben Prozent sicheren und 14 Prozent potentiellen Stimmen. Annähernd ein Drittel der Wähler kann sich grundsätzlich vorstellen, Die Linke zu wählen (32 %).

Die Grünen sind in dieser Woche viertstärkste Partei mit zwölf Prozent – sichere Stimmen erhalten sie acht Prozent und potentielle Stimmen 20 Prozent. 24 Prozent der befragten Wähler können sich grundsätzlich nicht vorstellen, die Grünen zu wählen.

Setzt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in der EU für die Interessen Deutschlands ein?

Etwa zwei von fünf Befragte (41 %) sind der Meinung, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Interessen Deutschlands bei Gesprächen mit anderen Regierungschefs über EU-Reformen voranstellen wird. Nicht geglaubt wird dies von etwa einem Drittel (34 %), darunter Männer etwas häufiger (37 %) als Frauen (31 %). Jeder Fünfte (20 %, kumuliert) kann darauf keine Antwort geben, dies sind bei den Frauen etwa ein Viertel (26 %, kumuliert), bei den Männern lediglich 14 Prozent (kumuliert).

Mit 69 Prozent glauben die Unions-Wähler am deutlichsten an eine solche Vertretung deutscher Interessen bei Gesprächen mit anderen Regierungschefs über EU-Reformen durch Bundeskanzlerin Merkel, gefolgt von Anhängern der Grünen (48 %) und der SPD (43 %). Am geringsten fällt die Zustimmung durch AfD-Wähler mit lediglich 13 % aus, diese lehnen die Aussage mehrheitlich (71 %) und am deutlichsten von allen ab. Knapp ein Drittel der Wähler sonstiger Parteien kann sich dazu am häufigsten nicht positionieren (32 %).

Besonders die ältesten Befragten ab 60 Jahren stimmen hier am häufigsten und mehrheitlich zu (51 %), während es bei den jüngeren Befragten im Alter von 18 bis 39 Jahren jeweils nur in etwa ein Drittel ist (34 %) die glauben, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel sich in der EU für die Interessen Deutschlands einsetzt.

Sollte dem türkischen Präsidenten in Deutschland Wahlkampfauftritte erlaubt sein?

Sieben Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Rahmen der vorgezogenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei auch vor türkischen Wählern in Deutschland auftreten dürfen sollte. Knapp drei Viertel (74 %) lehnen dies jedoch ab. Neun Prozent der Befragten geben an, dass es ihnen egal ist. Zwischen den Geschlechtern lässt sich hierbei kein Unterschied erkennen.

Beim Blick auf die Parteipräferenz lässt sich erkennen, dass sich eine deutliche Mehrheit der Befragten aller Parteien gegen einen Wahlkampfauftritt Erdoğans in Deutschland aussprechen. Die größte Ablehnung kommt dabei aus den Reihen der AfD-Anhänger mit 84 Prozent, gefolgt von den Wählern der Linken und dem Bündnis 90/Die Grünen, wo sich jeweils etwa vier von fünf Befragten (81 %, 79 %) dagegen aussprechen. Bei den Parteianhängern der Union (jeder Zehnte) und der SPD (9 %) findet die Aussage den größten Zuspruch.

Mit steigendem Alter nimmt die Ablehnung eines solchen Auftritts Erdoğans in Deutschland kontinuierlich zu. Während mehr als die Hälfte der Befragten im Alter von 18 bis 29 Jahren (56 %) dies ablehnen, sind es bei den 40- bis 49-Jährigen bereits 72 Prozent und bei den ältesten ab 60 Jahren sogar 87 Prozent. Die größte Zustimmung kommt von den jüngsten Befragten (14 %), diese sinkt jedoch mit zunehmendem Alter kontinuierlich bis auf drei Prozent in der Befragten-Gruppe der ab 60-Jährigen. Mit abnehmendem Alter steigt dabei der Anteil der Befragten, denen es egal ist.

Hermann Binkert (INSA) mit einer aktuellen Analyse im 50PlusFernsehen

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