TV-Tipp 50Plus: „Am Ende arm“ im ZDF

Gibt es in Deutschland Alters-Armut?

Sehen Sie eine Reportage des ZDF mit dem beziehungsreichen Titel “Am Ende arm”. Der Bundesverband Initiative 50Plus trägt mit seinen Mitgliedern seinen Teil dazu bei, Not zu lindern.

Der steigenden Altersarmut entgegenzuwirken ist eine der wichtigsten Aufgaben, der sich unsere Gesellschaft stellen muss. Der Paritätische Wohlfahrtsverband geht davon aus, dass im Jahr 2030 rund zehn Prozent der Rentner von Altersarmut betroffen sein werden. Noch schlechter steht es in der Zukunft bei der Versorgung von Geringverdienern sowie der zunehmenden Zahl von Menschen, die nicht durchgehend Rentenbeiträge gezahlt haben. Und, so der DGB: „Altersarmut ist vor allem weiblich“.

Der Bundesverband Initiative 50Plus hat das Projekt

initiiert, um der zunehmenden Verarmung älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger entgegenzuwirken. Dies geschieht durch den Aufbau eines unterstützenden Netzwerkes mit dem Ziel der Bereitstellung von Spendengeldern in einem Nothilfe-Fonds. Im Gegensatz zum Generationenvertrag, bei dem es sich um einen Solidarvertrag zwischen zwei Generationen handelt, soll bei der „Not-Hilfe 50Plus – Generationenhilfe“ eine Patenschaft zwischen den Mitgliedern derselben Generation geschlossen werden.

Die Altersarmut ist nicht nur eine Erscheinung, die die Generation 50Plus als Unbeteiligte trifft, sondern sie wurde auch durch diese Generation mit verursacht. Ein grundlegendes Problem ist darin zu sehen, dass immer weniger junge Menschen immer mehr älteren gegenüberstehen. Eine Wirtschaftspolitik, die seit Beginn der 80er Jahre zu langjährigen Arbeitslosenzahlen in Millionenhöhe beigetragen hat, fällt in die Verantwortung der Generation die jetzt auch von den Negativfolgen getroffen ist. Eine mangelhafte Familienpolitik, hat gerade bei den Frauen dazu geführt, dass sie teilweise unter dem Existenzminimum leben müssen. Rentenanwartschaften während der Kindererziehung oder Pflege sind meist geringer als bei Beibehaltung der Erwerbstätigkeit. Zudem ist die Erwerbsbiographie unterbrochen und damit möglicherweise auch der Sprung auf der Karriereleiter.

Die Zunahme von niedrig bezahlter Beschäftigung führt ebenfalls verstärkt zu Altersarmut. Der Personenkreis der Geringverdiener zahlt nur geringe Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein und verfügt meist auch nicht über ausreichende finanzielle Mittel für eine ergänzende private oder betriebliche Altersvorsorge.

Dies sind mehr als ausreichend Gründe, nicht nur auf staatliche Lösungskonzepte zu setzen sondern parallel dazu privat-initiierte individuelle Strategien zur Unterstützung unserer älteren in Not geratenen Mitmenschen anzubieten.

Die „Initiative Not-Hilfe 50Plus – Generationenhilfe“ soll darüber hinaus auch ein Zeichen dahingehend setzen, dass die Generation 50Plus die Lösung der sozialen Ungerechtigkeiten nicht ausschließlich bei der jüngeren Generation belassen will. Sie kann und will noch kreativ und konstruktiv an der Mitgestaltung eines gesellschaftlich verantwortungsvollen Miteinanders beteiligt sein.

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